Warren Buffett zu Übernahmen in Deutschland "Egal wie groß - wir zahlen bar"

Sie haben eine Firma und wollen verkaufen? Dann melden Sie sich bei Warren Buffett. Der US-Starinvestor sucht in Deutschland Übernahmeziele - und lockt mit großen Versprechungen.

US-Investor Buffett: Mittelständler, bitte melden!
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US-Investor Buffett: Mittelständler, bitte melden!


Düsseldorf - Wenn in einigen Wochen die Motorradsaison beginnt, dann dürfte auch Warren Buffett davon profitieren. Denn der US-Investor hat kürzlich den Hamburger Motorradzubehör-Händler Louis übernommen. Geht es nach Buffett, dann ist das erst der Startschuss für ein großangelegtes Engagement in Deutschland. Der Starinvestor hält hierzulande nach weiteren Übernahmezielen Ausschau. "Wir interessieren uns auf jeden Fall dafür, weitere deutsche Unternehmen zu kaufen", sagte Buffett dem "Handelsblatt" (Artikel kostenpflichtig).

"Deutschland ist ein großartiger Markt: Viele Leute, viel Kaufkraft, die Deutschen sind produktiv", begründete er sein Interesse an deutschen Firmen. Der 84-jährige Multi-Milliardär machte zudem klar: Das Thema Geld ist für seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway kein Problem. "Wir können für jedes Unternehmen - egal in welcher Größe - bar bezahlen", lockt er potenzielle Übernahmekandidaten.

Dass Buffett so eifrig die Werbetrommel rührt, hat einen Grund: Er muss sich bei deutschen Mittelständlern erst einmal bekannt machen. "Man kennt in Deutschland vielleicht den Namen Berkshire Hathaway Chart zeigen, aber man kennt uns nicht so gut wie in den USA. Ich hoffe, dass uns künftig auch andere Firmenbesitzer auf dem Radar haben, wenn sie über einen Verkauf nachdenken", sagte er. Zu Berkshire gehören mehr als 80 Unternehmen, die meisten davon US-Firmen.

Zugleich machte Buffett klar, dass er sich nicht als "Heuschrecke" sehe. Er handle ganz anders als Private-Equity-Investoren. "Wer ein Unternehmen, das viele Jahrzehnte im Familienbesitz war, an Berkshire verkauft, kann sich sicher sein: Wir verkaufen es nicht weiter", sagte er. Erfolgreiche Unternehmen dürften auch nach der Übernahme ihre Geschäfte ohne Vorgaben aus seiner Zentrale in den USA weiterführen.

Als Beleg für das gute Verhältnis zu den Vorbesitzern der aufgekauften Firmen führt Buffett seinen Deal mit dem Motorrad-Laden Louis an. "Frau Louis hat mir ein kleines Motorrad geschickt, das sie und ihr Ehemann über die Jahre hinweg begleitet hat. Sie wollte, dass es künftig bei mir steht - als ein Zeichen dafür, wie gut sie sich mit dem Verkauf fühlt." Als Dank habe er Louis einen Brief geschrieben, berichtete Buffett. "Es sind genau solche Leute, mit denen ich gern Geschäfte mache."

mmq

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 96 Beiträge
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Seite 1
ph.latundan 25.02.2015
1. ich habe .......
ich habe gerade noch mal 100 aktien (ca 130 euro/stck) gekauft.
bumminrum 25.02.2015
2. Diese PR
lief auch Jahre bei Karstadt. Das läuft super!
reïseffendina 25.02.2015
3. Wetten
dass dieser Artikel von der oben beworbenen Firma finanziert wurde? Ein reines Werbeschreiben. Kritik? Informationen über das Unternehmen oder Buffet? Fehlanzeige.
buntesmeinung 25.02.2015
4. Da brauchen
wir ja gar nicht zu warten, bis uns die Chinesen überrollen, Herr Gabriel. Also besteht auch kein Grund mehr, Ceta, TTIP & Co durchzupeitschen.
viceman 25.02.2015
5. hej, buffett ist keine heuschrecke,
er ist der gute samariter, der dem deutschen mittelstand wirklich helfen wird - im gegensatz zur bundesregierung ( die schwätzen das nur alle wahljahre wieder ) wer das glaubt, der glaubt noch an den weihnachtsmann! tut mir leid, aber die absicht ist erkannt ...
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