Geplatzter Deal Buffett wollte offenbar Milliarden in Uber investieren

Starinvestor Warren Buffett hat Gespräche mit dem Fahrdienstvermittler Uber geführt. Einem Bericht zufolge soll es um einen Einstieg von mehr als drei Milliarden Dollar gegangen sein. Der Plan scheiterte jedoch.

Warren Buffett
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Warren Buffett hat bestätigt, mit Uber über einen möglichen Einstieg gesprochen zu haben. "Es stimmt, dass Berkshire Gespräche mit Uber geführt hat", sagte der 87-jährige Starinvestor am Mittwoch im US-Sender CNBC. Er bewundere Uber-CEO Dara Khosrowshahi. Zuvor hatte der Finanzdienst "Bloomberg" berichtet, Buffett habe Uber früher in diesem Jahr mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway eine Investition im Wert von deutlich mehr als drei Milliarden Dollar angeboten.

Der Einstieg sei jedoch gescheitert, weil sich die Parteien nicht auf die Bedingungen und die Größenordnung des Investments hätten einigen können, heißt es in dem Bericht. Uber wollte angeblich keinen so großen Anteil abgeben.

Buffett hätte dem Unternehmen, das seinen Ruf nach etlichen Skandalen aufpolieren wollte, bei dem Deal im Gegenzug für günstige Konditionen seinen "guten Namen" leihen sollen, schrieb "Bloomberg" unter Berufung auf Insider. Der Berkshire-Chef sagte allerdings, dass einige Details in dem Bericht nicht stimmten. Einzelheiten, worum es sich dabei handelte, nannte Buffett nicht. Uber wollte sich nicht äußern.

Video: Uber gegen die Taxi-Branche

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aar/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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ihawk 31.05.2018
1. Unternehmenswert
Ich bin erstaunt, dass Ueber diesen Wert haben soll, zumal das Anlagevermögen des Unternehmens sehr gering ist.
rainercom 31.05.2018
2. Ich denke mal
der Alte Fuchs weiß genau was er tut.
genervtneu 31.05.2018
3. Für Buffet wäre das sicher keine "normale" Anlage
Zitat von ihawkIch bin erstaunt, dass Ueber diesen Wert haben soll, zumal das Anlagevermögen des Unternehmens sehr gering ist.
Buffet erläutert ja gerne immer wieder, dass man nur dort anlegen soll wo man den wahren Wert überprüfen kann und auch versteht worum es geht und auch, dass er aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten auch marktverändernd eingreifen kann und dort investieren kann wo es für den normalen Anleger absurd wäre. Ich glaube Uber ist so ein Beispiel, ein Drecksladen der aus vom Steuerzahler finanzierter Infrastruktur (Verkehrsinfratruktur), Privatvermögen (Fahrzeuge der Fahrer), Sozialsystemen (Sozialvers. die letztlich auch für sozial nicht oder unterversicherte Fahrer aufkommt) und Versicherungen (die der Fahrgäste und Fahrer) ohne Beiträge zu leisten seine Gewinne schöpfen möchte und deshalb zu recht einen schlechten Ruf hat. Wenn Buffet dort einsteigt und als PR dem Laden einen etwas sozialeren Anstrich gibt könnte sich das Blatt wenden und das miese Modell würde hoffähig.
geotie 31.05.2018
4.
Zitat von ihawkIch bin erstaunt, dass Ueber diesen Wert haben soll, zumal das Anlagevermögen des Unternehmens sehr gering ist.
Es sind die Phantastereien, die den Wert steigen lassen. Eigentlich habe ich es nicht verstanden, warum nicht Einheimische solch ein Service angeboten haben. Wenn schon Leute ausnehmen, dann doch nicht von einem Ausländer der seine Steuern, wenn überhaupt, nur in seinem Heimatland bezahlt. Gilt auch für andere Plattformen!
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