Mischfonds als Kapitalanlage  Was der Markt allein nicht schafft

Erträge am Kapitalmarkt werden sinken. Um die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen, lohnen ein Blick auf die Megatrends der Zukunft und ein ausgewogenes Portfolio.

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Es ist einer der klassischen Fehler, den viele Anleger am Kapitalmarkt machen - sie blicken zurück statt nach vorn. Das liegt daran, dass der Blick in den Rückspiegel oftmals sehr verlockend ist. Ein Beispiel: Mit einem durchschnittlichen Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen hätten Kleinanleger in den zurückliegenden fünf Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von imposanten 8,66 Prozent erzielt; und wären sie vor drei Jahren eingestiegen, hätte der Ertrag immer noch bei 7,27 Prozent gelegen. Doch was bringt dieses Wissen für die Zukunft?

Wichtiger als der Blick durch den Rückspiegel ist am Kapitalmarkt deshalb der Blick durch die Frontscheibe. Wie wird sich die globale Konjunktur in den nächsten Jahren entwickeln? Welche Regionen bergen das größte Wachstumspotenzial? Welche Branchen könnten von Megatrends wie der Digitalisierung am stärksten profitieren? Und welche Risiken zeichnen sich am Horizont ab? Nur wer sich mit solchen Fragen beschäftigt, kann heute die richtigen Investitionsentscheidungen für die Zukunft treffen. Das ist der Grund, warum die Fondsspezialisten von J.P. Morgan Asset Management seit mittlerweile mehr als 20 Jahren regelmäßig ihre sogenannten "Long Term Capital Market Assumptions" veröffentlichen - also einen Ausblick auf die langfristigen Trends an den globalen Aktien- und Anleihemärkten für 50 verschiedene Anlageklassen und Investmentstrategien.

Was also steht in der jüngsten Studie? Um es vorweg zu nehmen: "Mit sieben- bis neunprozentigen Erträgen, wie sie im Rückspiegel aufleuchten, ist in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht mehr zu rechnen", sagt Christoph Bergweiler, Leiter von J.P. Morgan Asset Management in Deutschland. Das liege in erster Linie am "spätzyklischen Umfeld", wie der Experte es nennt. Anders ausgedrückt: Die globale Wirtschaft befindet sich seit der großen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 in einem stetigen Aufwärtstrend. Schon seit Jahren liegen die Unternehmensgewinne über dem langfristigen Durchschnitt - weshalb Aktien vergleichsweise teuer sind und nur noch beschränkte Aufwärtspotenzial versprechen. Parallel lasten die allgemein niedrigen Zinsen auf den Anleiherenditen. Nach wie vor bieten rund 30 Prozent der globalen Staatsanleihen eine Rendite unter null Prozent und fast die Hälfte unter einem Prozent. Und auch Unternehmensanleihen bieten nur noch ein niedriges Renditeniveau. "In diesem Umfeld jährliche Erträge von sieben, acht oder gar neun Prozent zu erzielen wird nur möglich sein, wenn man hohe Anlagerisiken eingeht", sagt Bergweiler.

Konkret: Für die kommenden 10 bis 15 Jahre gehen die Experten von J.P. Morgan Asset Management in den Industrieländern von einem Wachstum von durchschnittlich 1,5 Prozent per anno aus; die Schwellenländer dürften demnach auf 4,5 Prozent kommen. Daraus ergibt sich für ein Mischportfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen eine Ertragserwartung von nur mehr 4,0 Prozent im jährlichen Schnitt. Wer heute also 100.000 Euro investiert, käme demnach nach 15 Jahren auf rund 180.000 Euro. Als limitierender Faktor gilt volkswirtschaftlich die demografische Entwicklung, denn wenn die Bevölkerung altert, wirkt sich das negativ auf das Wachstumspotenzial der entsprechenden Volkswirtschaft auf. Demgegenüber stehen als positive Treiber neue technologische Impulse zum Beispiel in der künstlichen Intelligenz, in der Robotik oder durch die Blockchain. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich Anleger unterm Strich auf bescheidenere Renditeerwartungen einstellen müssen.

Verliert der Kapitalmarkt also an Attraktivität? "Im Gegenteil", sagt Experte Bergweiler: "Angesichts der niedrigen Zinsen und der Erwartung, dass diese auch langfristig nicht wieder auf die alten Niveaus steigen sollten, gilt es auch weiterhin über die klassischen "sicheren Anlagehäfen" wie Sparanlagen, Tagesgelder oder Staatsanlagen hinaus aktiv zu werden, um sein Geld zu vermehren und nicht nach Steuern und Inflation Verluste zu erleiden." Viele Deutsche fürchteten jedoch die Schwankungen der Kapitalmärkte und fühlten sich nicht fit, ein breit gestreutes Portfolio selbst zusammenzustellen. Für Anlage-Neulinge und alle, die sich nicht selbst um die Geldanlage kümmern möchten, böten sich daher Mischfonds als lukrative Analageform an. Dabei versprächen aktiv verwaltete Fonds, die über ein erfolgreiches Managementteam verfügen, größere Chancen als Fonds, die nur 1:1 die Marktentwicklung abbilden, so Bergweiler: "Durch die gute Konjunktur und die auf breiter Front steigenden Aktien- und Anleihekurse kam der Ertrag in den vergangenen Jahren gewissermaßen von selbst. Künftig wird es dagegen wieder stärker darauf ankommen, dass professionelle Fondsmanager durch die Zusammenstellung der richtigen Portfolien zusätzliche Erträge für den Anleger erwirtschaften."

Wichtig ist dabei, flexibel und dynamisch über unterschiedliche Anlageklassen hinweg je nach aktuellem Marktumfeld die jeweilig aussichtsreichsten Marktsegmente zu identifizieren. Was Anleger ebenfalls nicht außer Acht lassen sollten: Stabile Erträge erzielen vor allem solche Fonds, deren Manager nicht nur die Chancen erkennen - sondern auch die Risiken. Das bedeutet, jedes einzelne Investment sollte daraufhin hinterfragt werden, ob die Ertragschancen das Risiko wert sind. Und neben einer möglichst breiten Streuung bedeutet das auch, das Risiko aus Gesamtportfoliosicht zu betrachten. Was das betrifft, lohnt jenseits der langfristigen Perspektive auch ein Blick in den kurzfristigen Kapitalmarktausblick von J.P. Morgan Asset Management für 2018. Aus dem geht zwar hervor, dass die Lage an den Märkten momentan nur wenig Anlass zur Besorgnis gibt. Auch wenn der aktuelle Marktzyklus schon recht weit gelaufen ist, sollte man sich nicht verleiten lassen, sich zu früh vom Markt zurückzuziehen: "In der Vergangenheit fielen die Aktienrenditen im Spätzyklus häufig beträchtlich aus. Dann sind die Opportunitätskosten für verpasste Chancen höher als der Verlust des späteren Kursrückgangs," erläutert Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management. Zudem ergäben sich gerade in diesem Umfeld Chancen für Zusatzerträge durch die aktive Portfoliozusammenstellung und eine selektive Titelauswahl.

Kundeninformation

J.P. Morgan Asset Management verfolgt das Ziel, Kunden beim Aufbau stärkerer Portfolios zu unterstützen.

Diese Informationen stellen weder eine Beratung noch eine Anlageempfehlung dar. Das Eintreffen von Prognosen kann nicht gewährleistet werden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung und Verluste sind möglich. Bei sämtlichen Transaktionen sollten Sie sich auf die jeweils aktuelle Fassung des Verkaufsprospekts, der Wesentlichen Anlegerinformationen sowie lokaler Angebotsunterlagen stützen.

Diese sowie weitere Informationen zu den Income-Lösungen von J.P. Morgan Asset Management erhalten Sie bei Ihrem Finanzberater oder unter www.jpmorganassetmanagement.de/income


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