"Washington Post" Verkauf bringt Warren Buffett Millionengewinne

US-Starinvestor Warren Buffett profitiert vom Verkauf der "Washington Post" an Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der Aktienkurs der Mutterfirma schoss in die Höhe - nun ist der Anteil des Großaktionärs mehr als eine Milliarde Dollar wert.

US-Investor Warren Buffett: Seit 1973 Großaktionär der Post-Mutter
AFP

US-Investor Warren Buffett: Seit 1973 Großaktionär der Post-Mutter


New York - Der Verkauf der renommierten "Washington Post" an den Amazon-Gründer Jeff Bezos hat den Aktienkurs des gleichnamigen Mutterkonzerns stark steigen lassen. Die Papiere der Washington Post Company legten um 4,3 Prozent auf 593 Dollar zu, das ist der höchste Stand seit fünf Jahren. Ein Investor kann sich einem Bericht der "Financial Times" zufolge über einen Buchgewinn des besonderen Art freuen: Warren Buffetts Anteil an dem Konzern ist nun mehr als eine Milliarde Dollar wert.

Der 82-jährige Multimilliardär ist seit 1973 Großaktionär bei der Washington Post Company. Damals erwarb er zehn Prozent der Anteile. Inzwischen gehören ihm 27,9 Prozent der Aktien. Die Papiere hatten bereits vor dem 250-Millionen-Dollar-Deal mit Bezos stark an Wert gewonnen. Seit Anfang des Jahres legten sie insgesamt um 62,5 Prozent zu und sind nun wieder so teuer wie vor dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008.

Die "Washington Post" selbst schreibt zwar seit Jahren Verluste, der gleichnamige Mutterkonzern ist jedoch profitabel. Zu ihm gehören unter anderem der Telekom- und Internetprovider Cable One, der Bildungsdienstleister Caplan, sechs US-Fernsehstationen, diverse weitere Zeitungen sowie eine Reihe von Onlinemagazinen. Der Konzern trennte sich Anfang der Woche von seinem publizistischen Flaggschiff. Die "Washington Post" ging für 250 Millionen Dollar an den Internetunternehmer Jeff Bezos.

Buffett hatte im vergangenen Jahr selbst zahlreiche Zeitungen aufgekauft. Über seine Investmentholding Berkshire Hathaway Chart zeigen übernahm er im Mai 2012 auf einen Schlag 63 Tages- und Wochentitel im Süden der USA für 142 Millionen Dollar. Zuvor hatte er bereits die Zeitungsgruppe seines Heimatorts Omaha, den "World-Herald" erworben. Das US-Magazin "Forbes" schätzt das Privatvermögen Buffetts auf 53,5 Milliarden Dollar.

fdi



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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
mknbmsp 07.08.2013
1. ???
Das Geld wär für fie anständige Bezahlung seiner Mitarbeiter besser gewesen.
Europa! 07.08.2013
2. Erstaunlich
Zitat von sysopAFPUS-Starinvestor Warren Buffett profitiert vom Verkauf der "Washington Post" an Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der Aktienkurs der Mutterfirma schoss in die Höhe - nun ist der Anteil des Großaktionärs mehr als eine Milliarde Dollar wert. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/washington-post-verkauf-macht-buffett-zum-milliarden-teilhaber-a-915211.html
Erstaunlich, wie es Warren Buffett immer wieder gelingt, mit altmodischen Investments (Eisenbahnen, Zeitungen etc.) Geld zu verdienen. Respekt!
SPONU 07.08.2013
3. Diese Empfehlung gibt
Zitat von Europa!Erstaunlich, wie es Warren Buffett immer wieder gelingt, mit altmodischen Investments (Eisenbahnen, Zeitungen etc.) Geld zu verdienen. Respekt!
er auch regelmässig in seinem Aktionärsbrief von Berkshire Hathaway: Finger weg von Investments die man nicht versteht. Statt in fantastillionenfachen Hebeln bei Finanzkunstprodukten das schnelle und leichte Geld zu sehen, doch lieber Brot & Butter Investments.
Peter-Lublewski 07.08.2013
4. Beruhigend
"Verkauf bringt Warren Buffett Millionengewinne" Auch Buffetts letztes Hemd hat keine Taschen. Beruhigend.
spon-49j-k5ri 07.08.2013
5. Mitarbeiter
Sehr gut Sie haben gerade eine hohe Summe Geld gesehen. Jetzt beschweren Sie sich wie sehr seine MA geknechtet werden. Bitte beschäftigen sie sich mal mit Buffet und wohin die ganze Knete geht wenn er stirbt. Das ist noch einer vom ganz alten Schlag!
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