Wegen EnBW-Deal: Mappus gibt neuen Job auf

Schwere Schlappe für Stefan Mappus: Nach nicht einmal drei Monaten beim Pharmakonzern Merck kündigt der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident seinen Rücktritt an. Zum Verhängnis wurde ihm der umstrittene Einstieg des Landes beim Energieversorger EnBW.

Ex-Politiker Mappus: Glücklos auch im neuen Job Zur Großansicht
Getty Images

Ex-Politiker Mappus: Glücklos auch im neuen Job

Darmstadt - Der ehemalige Ministerpräsident Baden-Württembergs, Stefan Mappus, gibt seinen neuen Job beim Pharmakonzern Merck auf. Grund ist offenbar der heftig kritisierte Einstieg des Landes beim Energieversorger EnBW, den Mappus noch in seiner Amtszeit eingefädelt hatte.

"Die zumeist diffamierenden Angriffe und Verleumdungen gegen meine Person und die von mir geführte Landesregierung im Zusammenhang mit dem Einstieg des Landes bei der EnBW erfordern eine angemessene Reaktions- und Wehrfähigkeit meinerseits", sagte der CDU-Politiker den "Stuttgarter Nachrichten".

Ein Konzernsprecher bestätigte, dass Mappus um die Auflösung seines Vertrags gebeten habe. Er verlasse den Darmstädter Konzern zum Jahresende. Begonnen hatte er am 1. September. Ab März kommenden Jahres sollte er als Brasilien-Chef des Konzerns nach Südamerika gehen. "Wir bedauern den Schritt und respektieren die Entscheidung", sagte der Sprecher.

Mappus war in die Kritik geraten, nachdem der Staatsgerichtshof von Baden-Württemberg Anfang Oktober entschieden hatte, dass der von ihm eingefädelte Kauf einer 45-prozentigen Beteiligung am Energieversorger EnBW durch das Land gegen die Landesverfassung verstoßen habe.

Wegen der Affäre war bereits der ehemalige Finanzminister des Landes, Willi Stächele (CDU), von seinem Amt als Landtagspräsident zurückgetreten.

stk/dapd

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 110 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. verfassungsbrecher gehören in den steinbruch
Gebetsmühle 21.11.2011
Zitat von sysopSchwere Schlappe für Stefan Mappus: Nach nicht einmal drei Monaten beim Pharmakonzern Merck kündigt der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident seinen Rücktritt an. Zum Verhängnis wurde ihm der umstrittene Einstieg des Landes*beim Energieversorger EnBW. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799063,00.html
wenn einer absolut gar nix kann, dann zahlt sich das halt letztlich doch nicht aus. er sollte endlich mal einen anständigen und ordentlichen beruf ergreifen. sonst bliebe ihm das was er verdient, nämlich hartz iv. ich frag mich auch, wann er endlich für seine lügen bei stuttgart21 grade stehn muss udn für den verfassungsbruch.
2. Hoffentlich...
waldemar.l. 21.11.2011
Zitat von sysopSchwere Schlappe für Stefan Mappus: Nach nicht einmal drei Monaten beim Pharmakonzern Merck kündigt der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident seinen Rücktritt an. Zum Verhängnis wurde ihm der umstrittene Einstieg des Landes*beim Energieversorger EnBW. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799063,00.html
...haben's mal solche hinterfotzige Couleur von Politikern mal am Arsch. Immer von Fußvolk Tugenden verlangen die denen nicht im Traum einfallen.
3. Ja wie jetzt?
doc 123 21.11.2011
Zitat von sysopSchwere Schlappe für Stefan Mappus: Nach nicht einmal drei Monaten beim Pharmakonzern Merck kündigt der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident seinen Rücktritt an. Zum Verhängnis wurde ihm der umstrittene Einstieg des Landes*beim Energieversorger EnBW. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799063,00.html
Angesicht dieser Meldung ist man doch etwas verwirrt. Hat Mappus jetzt auch festgestellt, dass Brasilien doch ausliefert und seinen Job deshalb abgesagt? Sich den Anschuldigungen stellen zu wollen ist ja doch wohl eher absurd, denn für dies wiederholten Straftaten, die von Veruntreuung, Betrug, Vorteilsnahme, Beihilfe zur Vorteilsnahme, verfassungswidrige Übergehung des Landtages sowie Schaden von sicherlich in Milliardenhöhe für das Land Baden-Württenberg von dauerhaft verkrüppelten Mensch auf Grund eines gesetzeswidrigen Polizeieinsatzes gar nicht einmal zu reden, würde "jeder" normale Mensch jedenfalls wenigstens für Jahrzehnte in den Knast gehen. Darauf zu hoffen, dass der SPD-Justizminister samt Generalstaatsanwalt hier nicht tätig werden wird Mappus ja wohl kaum ernsthaft in Erwägung ziehen.
4. Man soll ja
stedaros, 21.11.2011
nicht gleich so grausam sein. Wenn Merck ihn nach Südamerika schicken wollte, wäre das aus meiner Sicht ein guter Deal gewesen. Dort haben schon viele Diktatoren ihren Lebensabend verbracht.
5. Verantwortlichkeiten
Hubert Rudnick 21.11.2011
Zitat von sysopSchwere Schlappe für Stefan Mappus: Nach nicht einmal drei Monaten beim Pharmakonzern Merck kündigt der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident seinen Rücktritt an. Zum Verhängnis wurde ihm der umstrittene Einstieg des Landes*beim Energieversorger EnBW. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799063,00.html
Wo bleiben da die Verantwortlichkeiten, warum lässt man das einen abgewählten MP durchgehen, warum stellt man ihm und all diejenigen, die damit gewirkt hatten nicht vor einem Untersuchungsausschuß und fodert Wiedergutmachung.(Anteile vom KKW Betreiber/ hochüberteuertes Bahnprojekt Stuttgart 21) Auch ein MP ist kein König, auch wenn er daran glaubt. Es gibt Personen, die haben fachlich und politisch was drauf und andere haben nur immer eine große Klappen und denken mit ihrer politischen Macht machen zu können was sie wollen, sie glauben sich an keine demokratischen Spielregeln halten zu müssen. HR
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
RSS
alles zum Thema Merck
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 110 Kommentare