Weihnachten in Deutschland Importiertes Fest

Dänische Tannen, polnische Gänse: Weihnachten feiern die Deutschen international. Wie sehr, hat nun das Statistische Bundesamt veröffentlicht - doch das Fest scheint heimischer zu werden.

Gänsebraten (Symbolbild)
DPA

Gänsebraten (Symbolbild)


In der Woche vor Heiligabend läuft der Kampf um die besten Weihnachtsbäume. Doch wo kommen die Tannen überhaupt her? 2016 sind 2,4 Millionen Weihnachtsbäume im Wert von 24 Millionen Euro nach Deutschland importiert worden. 92 Prozent davon kamen aus Dänemark, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Doch die Deutschen entscheiden sich demnach offenbar auch zunehmend wieder für heimische Nadelbäume: Im Vergleich zu 2016 wurden im Vorjahr 106.000 oder 4,3 Prozent weniger Christbäume von Deutschlands nördlichem Nachbarn importiert.

In den vergangenen Jahren machten Baumverkäufer in Deutschland Schätzungen zufolge einen Umsatz von rund 700 Millionen Euro. Auch weil die Zahl der verkauften Weihnachtsbäume weiter ansteigt. Dieses Jahr wurden dem Hauptverband der Holzindustrie zufolge 29,5 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, in etwa so viele wie 2016 - aber eine Steigerung um 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000. Beliebtester Baum ist mit 75 Prozent Marktanteil die Nordmanntanne.

Auch das Weihnachtsessen ist oft importiert. Nicht selten landen auf der Festtagstafel Gänsekeulen aus Osteuropa. Etwa 5600 Tonnen wurden laut Statistischem Bundesamt 2016 nach Deutschland importiert - 619 Tonnen mehr als 2015. Etwa 98 Prozent davon kommen aus Polen und Ungarn.

Weihnachtsbaumgrafik
statista/SPIEGEL ONLINE

Weihnachtsbaumgrafik

Lebkuchen dagegen stammen vorwiegend aus der Heimat. Im vergangenen Jahr wurden laut Statistik hierzulande mehr als 73.000 Tonnen davon produziert. Davon wurde nur ein vergleichsweise geringer Anteil exportiert. Die wichtigsten Abnehmer waren mit 3700 Tonnen Österreich, Polen (2700 Tonnen) und Großbritannien (1600 Tonnen).

bau/dpa

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