Geld anlegen Weil die Maschine besser ist

Die digitale Revolution erreicht die Finanzbranche. Folge: Auch Kleinanleger können ihr Portfolio mithilfe von Robo-Advisors jetzt professionell managen lassen - und das zu geringen Kosten.

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Die Digitalisierung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir hören Musik via Spotify, schauen Filme bei Netflix und rufen das Taxi per App. Nun dringt sie auch in einen weiteren Bereich unseres Lebens vor: in die Geldanlage.

Noch immer vertrauen Millionen Deutsche auf aktiv gemanagte Investmentfonds, die ihnen in der Bank empfohlen werden. Auch wenn die Kosten für solche Produkte relativ hoch sind und die Wertentwicklung oftmals zu wünschen übrig lässt.

Die Frage ist jedoch, wie lange das noch so sein wird. Denn inzwischen gibt es eine spannende Alternative zum klassischen Bankberater - den sogenannten Robo-Advisor. Das ist ein digitaler Vermögensverwalter, der bei Investmententscheidungen auf Algorithmen statt auf das Bauchgefühl menschlicher Fondsmanager setzt.

Wie schnell sich das Konzept etabliert hat, zeigen US-Anbieter wie Betterment oder Wealthfront, die beide bereits zweistellige Milliardenbeträge für ihre Kunden verwalten. Doch auch hierzulande steht die digitale Vermögensverwaltung an der Schwelle zum Massenmarkt. Das beste Beispiel hierfür ist der in München ansässige Marktführer Scalable Capital. Dessen Algorithmen dirigieren rund zwei Jahre nach dem Start schon mehr als 600 Millionen Euro - Tendenz stark steigend.

Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Denn im Vergleich zur klassischen Vermögensverwaltung bieten Robo-Advisor gleich mehrere eindeutige Vorteile. Der offensichtlichste: Die Kosten sind deutlich niedriger. Denn während manche Banken eine individuelle Vermögensverwaltung überhaupt erst anbieten, wenn der Klient mindestens eine Millionen Euro mitbringt, gibt es den vollen Service von Scalable bereits ab einem Anlagebetrag von 10.000 Euro - und zwar zu Gebühren von 0,75 Prozent.

Das liegt vor allem daran, dass es für rechenstarke Maschinen kaum einen Kostenunterschied macht, ob sie zehn oder 10.000 Portfolios managen. Hinzu kommen dann nur noch die Gebühren für die ETFs (Exchange Traded Funds), mit denen die digitalen Vermögensverwalter die Kundendepots bestücken und die weit günstiger sind als aktiv gemanagte Fonds. Die Kosten für diese Papiere liegen im Schnitt bei 0,25 Prozent.

Neben dem Gebührenaspekt spricht aber auch, was die zu erwartende Performance betrifft, viel für die datengetriebene Geldanlage - und wenig für den Menschen. So zeigen unzählige Studien: Fondsmanager, die glauben, sie würden durch eine gezielte Auswahl der "richtigen" Aktien ("Stock-Picking") besser abschneiden als der Gesamtmarkt, verfehlen genau dieses Ziel sehr regelmäßig.

So kamen die US-Ökonomen Geoffrey Friesen und Travis Sapp vor ein paar Jahren in einer vielbeachteten Untersuchung zu dem Schluss, dass bei klassischen Publikumsfonds durch falsche Anlageentscheidungen durchschnittlich 1,56 Prozent Rendite pro Jahr verloren gehen. Noch frappierender fallen jüngere Berechnungen aus. Demnach stieg der US-Leitindex S&P 500 zwischen 1996 und 2016 im Jahresschnitt um 7,68 Prozent. Aktiv gemanagte Aktienfonds kamen im gleichen Zeitraum jedoch nur auf eine durchschnittliche Rendite von 4,79 Prozent.

Dafür, dass die Robo-Advisor deutlich besser abschneiden, sprechen - abgesehen von den ohnehin niedrigeren Gebühren - aus wissenschaftlicher Perspektive mindestens drei Gründe:

Erstens: Wie sich jüngst beim Kursrutsch in den USA zeigte, unterliegen die Börsen inzwischen so vielen Einflussfaktoren, dass der Mensch die Geschehnisse ohne maschinelle Hilfe nicht mehr überblicken kann. Moderne Software ist dagegen imstande, ungeheure Mengen an Daten zu screenen und in Echtzeit zu analysieren. Scalable-Gründer Florian Prucker gibt ein Beispiel: "Unsere Technologie ermittelt auf Basis tausender Simulationen laufend das Risiko jedes einzelnen Portfolios - und passt die Portfoliozusammenstellung bei Abweichungen von der gewählten Risikovorgabe automatisch an."

Zweitens: Der Mensch hat Emotionen - die Maschine nicht. "Ein Robo-Advisor folgt bei seinen Anlageentscheidungen klaren, vorab festgelegten Regeln", sagt Prucker. "Er wird nicht euphorisch, wenn die Kurve nach oben zeigt, und nicht panisch, wenn die Kurse runtergehen. Das bewahrt ihn davor, genau jene Fehler zu begehen, die für menschliche Fondsmanager und Privatanleger typisch sind und die letztlich zu Renditeverlusten führen."

Drittens: Bei der Geldanlage kann Rendite immer nur über das Eingehen von Risiken "eingekauft" werden. Doch die Messung von Risiken ist extrem komplex. Ohne die Hilfe eines Computers legen sich so manche Privatanleger ungeahnte Risiken ins Portfolio - zumal das Risiko einer bestimmten Portfoliozusammenstellung im Zeitablauf stark schwanken kann. Faustregeln wie "60% Aktien und 40% Anleihen ergeben in der Summe ein mittleres Risiko" können zu bösen Überraschungen führen. Nur durch die umfassende computergestützte Auswertung von Daten kann das Risiko sinnvoll ermittelt und gesteuert werden.

Und die Nachteile? Natürlich: Die Maschine ist kein Mensch, sie gibt dem Kunden nicht die Hand, bittet ihn nicht zum Kaffee in ein Beratungszimmer, zeigt keine Empathie. "Trotzdem ist es ein Vorurteil, dass ein Anleger bei einem digitalen Vermögensverwalter weniger individuell betreut werde", sagt Florian Prucker. "Im Gegenteil: Eine wirklich auf den einzelnen Kunden zugeschnittene Portfoliozusammenstellung ist in der klassischen Vermögensverwaltung nur für sehr reiche Kunden möglich - ansonsten rechnet sich der Aufwand gar nicht. Unser Algorithmus hingegen richtet tatsächlich jedes einzelne Depot exakt und laufend an den Bedürfnissen des Anlegers aus."

Zudem können Kunden digitale Vermögensverwalter oft besser erreichen als einen an Öffnungszeiten gebundenen Bankberater. Schließlich sind sie in der Regel sowohl telefonisch als auch über alle Online-Kanäle flexibel zu erreichen. Und das letzte Vorurteil: Auch die Angst, der Robo könne gewissermaßen außer Kontrolle geraten, sei unbegründet: "Die Maschine macht das, was die Finanzexperten und Programmierer ihr beigebracht haben. Und selbstverständlich wird unser Algorithmus laufend überwacht. Alle Handelsempfehlungen werden überprüft, bevor sie ausgeführt werden."

Kundeninformation

Scalable Capital ist der am schnellsten wachsende Online-Vermögensverwalter Europas. Besuchen Sie unsere Website, um mehr zu unserem mehrfach ausgezeichneten Anlagekonzept zu erfahren - www.scalable.capital

Events: Scalable Capital veranstaltet regelmäßig Infoabende und Webinare. Nutzen Sie die Gelegenheit und lernen Sie unsere Experten persönlich kennen. Alle Termine finden Sie hier: www.scalable.capital/events

Risikohinweis: Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Vermögensanlage kann fallen oder steigen. Es kann zu Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Bitte beachten Sie hierzu unsere Risikohinweise.


Weitere Informationen unter: www.scalable.capital


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