Weinstein Company Investorengruppe verzichtet auf Übernahme

Neuer Rückschlag für den ehemaligen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein: Die Investorengruppe unter Leitung von Maria Contreras-Sweet will seine Firma nun doch nicht kaufen.

Harvey Weinstein
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Maria Contreras-Sweet und andere Investoren haben am Dienstag mitgeteilt, die Weinstein Company doch nicht kaufen zu wollen. Bei sorgfältiger Prüfung seien "enttäuschende Informationen" aufgetaucht, weshalb die Transaktion "nicht machbar" sei, sagte Contreras-Sweet.

Nach Angaben von Insidern stießen die potenziellen Käufer auf bislang unbekannte Schulden der Weinstein Company in Höhe von 64 Millionen Dollar. Das Angebot der Investorengruppe lag Berichten zufolge bei 500 Millionen Dollar. Mit dem Rückzieher wird ein Bankrott der Produktionsfirma wieder wahrscheinlich.

Contreras-Sweet deutete allerdings die Möglichkeit an, im Rahmen eines Konkursverfahrens Anteile an der Weinstein Company zu übernehmen. "Ich glaube, dass unsere Vision von einem von Frauen geführten Filmstudio immer noch die richtige Vorgehensweise ist."

Contreras-Sweet war unter US-Präsident Barack Obama für kleine und mittelständische Unternehmen zuständig. Sie führte bereits seit dem Herbst Verhandlungen mit der Weinstein Company. Vergangenen Monat stand eine Übernahme der Weinstein Company durch ihre Gruppe schon einmal kurz bevor.

Harvey Weinstein war kurz nach Bekanntwerden der ersten Missbrauchsvorwürfe im Oktober von seiner Produktionsfirma entlassen worden. Inzwischen werfen mehr als hundert Frauen, darunter zahlreiche Stars, dem 65-Jährigen vor, sie sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt zu haben. Weinstein beteuert bis heute, keine sexuelle Gewalt gegen Frauen angewandt zu haben.

ssu/AFP



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