Weltbankbericht Ukraine-Krise belastet Weltwirtschaft

Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt. Zu Jahresbeginn belasteten die Ukraine-Krise und der ungewöhnlich harte Winter in den USA die Konjunktur, Sorgen bereitet aber das schwache Wachstum in den Entwicklungsländern.

Containerfrachter in Singapur: Weltwirtschaft wächst 2014 schwächer
REUTERS

Containerfrachter in Singapur: Weltwirtschaft wächst 2014 schwächer


Washington - 2014 hat schlecht begonnen, erst im Laufe des Jahres soll die Konjunktur wieder Fahrt aufnehmen. Wegen des Ukraine-Konflikts und des ungewöhnlich harten Winters in den USA hat die Weltbank ihre globale Konjunkturprognose gesenkt. Die Weltwirtschaft werde in diesem Jahr voraussichtlich um 2,8 Prozent wachsen, teilte die Organisation in Washington mit. Im Januar war sie noch von 3,2 Prozent ausgegangen. Allerdings lägen die Gründe für die Kürzung größtenteils in der Vergangenheit, sagte der Hauptautor des Wirtschaftsausblicks, Andrew Burns. So schrumpfte wegen des strengen Winters die US-Wirtschaftsleistung im ersten Quartal.

Für ihren neuen Ausblick nahmen die Experten an, dass der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland anhält, sich aber nicht weiter zuspitzt. Eine Eskalation könne das Vertrauen weiter beschädigen und dazu führen, dass Geld erst später investiert werde.

Sorgen bereitet der Weltbank die anhaltende Konjunkturschwäche in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Wachstum in diesen Staaten werde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge insgesamt unter fünf Prozent bleiben, heißt es in dem Bericht. Dies sei zu wenig, um dort genügend Arbeitsplätze zu schaffen und das Leben der ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung entscheidend zu verbessern, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Vor allem die Zahlen für das südliche Afrika, Indien und den Nahen Osten seien enttäuschend.

Für das laufende Jahr senkte die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die Entwicklungs- und Schwellenländer auf 4,8 Prozent. Im Januar hatte sie noch mit 5,3 Prozent gerechnet. Mit Blick auf die kommenden beiden Jahre hält die Weltbank jedoch an ihrer Prognose fest, dass die Wirtschaft der aufstrebenden Staaten insgesamt um 5,4 und 5,5 Prozent wachsen wird.

Deutlich besser als bisher angenommen, dürfte sich die Konjunktur laut der Weltbank in der Eurozone entwickeln. Während die Wachstumsrate wie bislang angenommen in diesem Jahr bei 1,1 Prozent liegen soll, steigt sie demnach 2015 auf 1,8 Prozent und 2016 auf 1,9 Prozent. Bislang lagen die Prognosen bei 1,4 und 1,5 Prozent

Für 2015 und 2016 geht die Weltbank unverändert von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 beziehungsweise 3,5 Prozent aus. Bereits in diesem Jahr soll die Weltkonjunktur Fahrt aufnehmen. Eine wichtige Rolle spielten dabei die reicheren Länder, die sich wirtschaftlich weiter erholten.

nck/Reuters/dpa

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insgesamt 74 Beiträge
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Seite 1
grommeck 11.06.2014
1. Und???
Dann soll die "Wirtschaft" - wer immer das ist - Lösungen bringen und nicht wieder rumjammern. NICHTS wächst ewig - werdet ihr noch lernen müssen...
epic_fail 11.06.2014
2.
Zitat von sysopREUTERSDie Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gesenkt. Zu Jahresbeginn belasteten die Ukraine-Krise und der ungewöhnlich harte Winter in den USA die Konjunktur, Sorgen bereitet aber das schwache Wachstum in den Entwicklungsländern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/weltbank-bericht-zur-weltwirtschaft-ukraine-krise-belastet-konjunktur-a-974435.html
Oh man! Merkt ihr nicht langsam mal, dass euer Wirtschaftssystem ziemlicher Schrott ist? Ein Pups und man muss sich weltweit große Sorgen machen. Obwohl ..... vielleicht wird hier wieder nur ein Drama draus gemacht, Baby? ;) Kennt man ja schon. BILD lässt grüßen!
nitram1 11.06.2014
3. Es lebe Obambi!
Der größte Friedensengel aller Zeiten!
steffenr. 11.06.2014
4. Die vier Feinde der Wirtschaft
Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Hat sich nichts verändert.
andreashofer2013 11.06.2014
5. Die Europäerund Amerikaner sind satt
und haben kein Geld mehr für Unnötiges- deshalb sinkt der Bedarf - alles andere ist Blödsinn !
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