Insolvente Verlagsgruppe Finanzinvestor soll Weltbild übernehmen

Der insolvente Weltbild-Verlag ist offenbar gerettet: Nach Informationen von manager magazin online übernimmt der Münchner Finanzinvestor Paragon die Mehrheit an dem Unternehmen.

Weltbild-Zentrale in Augsburg: Ein Vorvertrag ist schon unterzeichnet
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Weltbild-Zentrale in Augsburg: Ein Vorvertrag ist schon unterzeichnet

Von manager-magazin-Redakteur Dietmar Palan


Hamburg - Das Ringen um die Rettung des insolventen Weltbild-Verlags ist beendet. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und die Gläubigerbanken haben sich darauf geeinigt, die Mehrheit des Unternehmens an die Münchener Private-Equity-Firma Paragon abzugeben. Ein entsprechender Vorvertrag wurde bereits unterzeichnet, wie manager magazin online aus Finanzkreisen erfuhr.

Demnach werden sämtliche Unternehmensteile, also auch das Filialgeschäft und die Tochtergesellschaften in der Schweiz und Österreich auf ein neues Unternehmen übertragen, an dem Paragon die Mehrheit hält und an dem sich auch die Gläubigerbanken beteiligen werden. Ziel ist es offenbar, die Verlagsgruppe als Ganzes fortzuführen.

Weltbild, einst von der katholischen Kirche gegründet und beherrscht, hatte Mitte Januar Insolvenz angemeldet. Seither wurden scharfe Einschnitte verkündet: So sollen rund 900 der mehr als 2000 Stellen gestrichen und 50 der insgesamt 220 Buchläden geschlossen werden.

Für einen Kauf der Weltbild-Gruppe hatten sich in den vergangenen Wochen unter anderem der Verleger Stefan von Holtzbrinck, der Verlag Bastei Lübbe sowie der Österreichische Unternehmer Josef Taus interessiert. Taus ist in seiner Heimat mit Billigketten im Markt aktiv und hatte auch erwogen, Filialen der untergegangenen Drogeriemarktkette Schlecker zu übernehmen.



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insgesamt 7 Beiträge
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Steuerbürger Auspressen 11.05.2014
1. Zerschlagung genau so dumm wie Ende von
Das Management und die Katholischen Bischöfe sollten auf den Knien in Büsserkutte nach Canossa rutschen und Abbitte leisten. Bei den Arbeitnehmern, für die sie Verantwortung tragen - auch durch ihre überweltlichen Gehälter. Wieder hat ein Hochbezahltes Management durch seine Ideen- und Initiativ-Losigkeit hunderte Arbeitsplätze gekillt - und die Chance, vielleicht doch noch dem neuen Marktbeherrscher Amazon wenigstens ein bisschen Konkurrenz zu machen. Uns drohen amerikanische Verhältnisse, wenn die Verlagsführungen wie bei Weltbild weiter versagen und ihre Chancen nicht nutzen. Aide Buchpreisbindung! Während die Angestellten in die Arbeitslosigkeit rutschen, winken im oberen Management sicher hohe Abfindungen - "Wetten" das?
mcvitus 11.05.2014
2. Ich finde die Idee nicht grundsätzlich verkehrt.
Schließlich wurde die Öffentlichkeit jahrzehntelang zuverlässig mit günstigem Strom versorgt. Dass RWE uns Co. ihre zugegebenermaßen ordentlichen Gewinne größtenteils reinvestiert haben sieht bei dem derzeitigen politischen Getöse offenbar niemand mehr. Wenn dann von heute auf morgen von der Kanzlerin quasi im Alleingang das Geschäftsmodell für ungültig erklärt wird, dann soll nach meinem Rechtsempfinden auch der Verursacher für die Kosten aufkommen. Und ja: Frau Merkel wurde trotz allem Ärger demokratisch vom Bürger gewählt. Der eine oder andere kritische Gedanke VOR der nächsten Wahl kann in diesem Zusammenhang nicht schaden.
mcvitus 11.05.2014
3. Leider war ich im falschen Thema unterwegs,
es ging um die Übernahme der Rüchbaukosten von KKW's!
pefete 11.05.2014
4. seid ehrlich
und wickelt ihn ab. nicht noch die portokasse plündern und dann an die wand fahren.
nana22 11.05.2014
5. Es ist wie bei Opel
Schließ mal die Augen und stelle Dir eine Welt ohne Weltbildverlag vor. Es geht. Solange das neue Mangement das nicht ändert und eine höhere Kundenakzeptanz schafft ,sieht es für die Zukunft weiter düster aus.
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