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WestLB Bad Bank macht Milliardenverlust

Flagge der WestLB: Bad Bank entlastet die BilanzZur Großansicht
dpa

Flagge der WestLB: Bad Bank entlastet die Bilanz

Erste Bilanz einer deutschen Bad Bank: Die zur Entlastung der angeschlagenen WestLB gegründete EAA hat ihr erstes Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust beendet. Kein Grund zur Sorge, sagen die Chefs des Instituts - der Verlust diene der Risikovorsorge.

Düsseldorf - Schlechte Zahlen bei Deutschlands erster Bad Bank: Die zur Abwicklung toxischer Wertpapiere und anderer Aktiva der angeschlagenen WestLB gegründete Erste Abwicklungsanstalt (EAA) hat in ihrem ersten Geschäftsjahr 1,05 Milliarden Euro Verlust gemacht. Grund dafür ist laut EAA die Entscheidung, für die übernommenen Wertpapiere und Aktivitäten eine zusätzliche Risikovorsorge in einer Gesamthöhe von mehr als 1,4 Milliarden Euro zu bilden.

Die EAA war am 11. Dezember 2009 als erste deutsche " Bad Bank" gegründet worden. Sie übernahm von der WestLB toxische Wertpapiere und Aktivitäten in einem Gesamtvolumen von 77,5 Milliarden Euro. Nun soll das Institut diese mit möglichst wenig Risiko und möglichst geringen Verlusten abwickeln. Im Hintergrund bürgen die nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände und die öffentliche Hand mit Milliardenbeträgen für die EAA.

Bis zum 31. August 2010 sei es bereits gelungen, das Portfolio wechselkursbereinigt um 9,2 Milliarden Euro zu verringern, berichteten die Bankvorstände Matthias Wargers und Markus Bolder. Dies entspreche knapp zwölf Prozent des Gesamtportfolios. Verkauft wurden die Wertpapiere und Kredite über Auktionen, aber auch über Broker vor allem in den USA. Bis 2014 will die Bank ihre Bilanzsumme halbieren.

Als schwerster Brocken im Bestand der Abwicklungsbank erwies sich bei einer Überprüfung durch die Bankspitze das "Phoenix Portfolio". Darin sind toxische Wertpapiere - US-Subprime-Hypotheken und Kreditversicherungen - in zweistelliger Milliardenhöhe zusammengefasst. Allein für diese Papiere musste die Bank eine zusätzliche Risikovorsorge in Höhe von einer Milliarde Euro treffen.

Dabei sind bei diesem Portfolio zunächst die Sparkassenverbände und die öffentliche Hand mit Garantien in Höhe von 4,7 Milliarden Euro in der Pflicht. Erst danach müsste die EAA selbst einspringen. Die Kosten für die Altlasten der WestLB könnten sich damit auf knapp sechs Milliarden Euro summieren. Die Strategie der Abwicklungsbank sei aber darauf angelegt, die Garantien möglichst nicht in Anspruch zu nehmen, sagten die Bankvorstände.

ulz/dapd

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insgesamt 10 Beiträge
Heuristiker 07.10.2010
Hat wirklich jemand erwartet, daß eine Bad Bank Gewinne macht?
Zitat von sysopErste Bilanz einer deutschen Bad Bank: Die zur Entlastung der angeschlagenen WestLB gegründete EAA hat ihr erstes Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust beendet. Kein Grund zur Sorge, sagen die Chefs des Instituts - der Verlust diene der Risikovorsorge. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,721932,00.html
Hat wirklich jemand erwartet, daß eine Bad Bank Gewinne macht?
wasissn 07.10.2010
... kann man nur durch Boni und Pensionszusagen ans Management ausgleichen.
... kann man nur durch Boni und Pensionszusagen ans Management ausgleichen.
wintersommer 07.10.2010
Zu den Relationen auf Spiegel Online: da macht unsere Bad Bank mal die ersten 1.x Mrd Verlust, das ganze ist ein mini Artikel ziemlich weit unten... (also hat es wohl keine Klicks...) und ganz oben wird uns ein Streit um ein [...]
Zu den Relationen auf Spiegel Online: da macht unsere Bad Bank mal die ersten 1.x Mrd Verlust, das ganze ist ein mini Artikel ziemlich weit unten... (also hat es wohl keine Klicks...) und ganz oben wird uns ein Streit um ein Bahnhof in einem (anderen Bundesland) präsentiert. Sind die paar tausend Millionen jetzt doch nicht so wichtig, oder hab ich da eine falsche Sichtweise ?
ElRaton 07.10.2010
... denn das holen wir alles wieder rein, wozu gibts denn den deutschen Steuerzahler? Und dann die Sozialausgaben, das Geld ist doch viel besser "angelegt" bei unserer Bad Bank. Und fuer unsere schweisstreibenden [...]
Zitat von sysopKein Grund zur Sorge, sagen die Chefs des Instituts.
... denn das holen wir alles wieder rein, wozu gibts denn den deutschen Steuerzahler? Und dann die Sozialausgaben, das Geld ist doch viel besser "angelegt" bei unserer Bad Bank. Und fuer unsere schweisstreibenden "Leistungen" genehmigen wir uns jetzt erstmal einen Bonus oder zwei.
profprom 07.10.2010
"Kein Grund zur Sorge, sagen die Chefs des Instituts - der Verlust diene der Risikovorsorgehr." steht im Artikel. Was inzwischen geschieht, ist nicht mehr vorstellbar.
"Kein Grund zur Sorge, sagen die Chefs des Instituts - der Verlust diene der Risikovorsorgehr." steht im Artikel. Was inzwischen geschieht, ist nicht mehr vorstellbar.
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