WestLB und Co. China geht auf Einkaufstour bei Europas Banken

China baut seine Macht in Europa aus: Laut "Wall Street Journal" wollen Finanzhäuser aus der Volksrepublik massiv in den europäischen Bankensektor investieren. Auch die Düsseldorfer WestLB soll zu den begehrten Kaufobjekten gehören.

WestLB in Düsseldorf:
Getty Images

WestLB in Düsseldorf:


Washington - Sie eröffnen Bankfilialen in Paris, Mailand und Madrid, suchen nach neuen Investitionsmöglichkeiten und drängen nun auch auf den deutschen Markt: Chinesische Geldhäuser bauen ihren Einfluss in der europäischen Bankenwelt derzeit aus. So soll beispielsweise die chinesische Entwicklungsbank zu den vier Bietern im Verkaufsprozess der angeschlagenen WestLB gehören, berichtet das "Wall Street Journal" ("WSJ").

Das Interesse des chinesischen Geldhauses an der Düsseldorfer Landesbank sei ein Zeichen dafür, dass sie im Westen stärker Fuß fassen wolle, schreibt die Zeitung. Bankern und Regierungsvertretern zufolge ist das Angebot nur die Spitze des Eisbergs: Auch andere Finanzhäuser aus China suchen dem "WSJ" zufolge derzeit fieberhaft nach Investitionsmöglichkeiten im europäischen Bankensektor.

Erste Erfolge sind bereits sichtbar: So hat die Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) allein in diesem Monat Filialen in Paris, Brüssel, Mailand, Amsterdam und Madrid eröffnet. In London, Frankfurt und Luxemburg betreibt sie bereits Niederlassungen. Die zu 70 Prozent staatlich kontrollierte Bank macht seit längerem kein Geheimnis mehr daraus, dass sie internationaler werden will.

2,85 Billionen Dollar Devisenreserven

Der Grund für die Expansion Chinas auf dem europäischen Bankensektor liegt ohnehin nahe. Die Devisenreserven des Landes sind inzwischen auf 2,85 Billionen Dollar angeschwollen, das Land hat also extrem viel Geld im Überfluss. Ein Großteil davon ist derzeit noch in US-Staatsanleihen angelegt. Zuletzt hatte die Regierung in Peking aber angekündigt, ihre Investitionen breiter streuen zu wollen - auch der milliardenschwere Anleihen-Kauf aus europäischen Schuldenländern gehört dazu.

Chinesische Banken hatten schon einmal versucht in Europa Fuß zu fassen. 2008 beispielsweise wollte die Entwicklungsbank für die damals zum Verkauf stehende Dresdner Bank bieten, wurde dann aber von der Regierung in Peking zurückgepfiffen. Der Grund: In der chinesischen Öffentlichkeit fehlte zu diesem Zeitpunkt angesichts der sich anbahnenden Finanzkrise die nötige Akzeptanz.

Jetzt aber soll es anders sein. Laut "WSJ" hat China schon seit längerem Interesse an der WestLB. Daneben gehörten die Investmentfirmen Blackstone, Apollo und J.C. Flowers zu dem endgültigen Bieterkreis. Es gehe um eine Kaufsumme von ungefähr zehn Milliarden Euro.

Bis zum 11. Februar müssen die Interessenten ihre Angebote konkretisieren. Die WestLB muss nach Vorgaben der EU-Kommission bis Mitte Februar ein neues Konzept vorlegen und bis zum Jahresende neue Eigentümer finden.

yes

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
kundennummer 31.01.2011
1. Ausgezeichnet
Zitat von sysopChina baut*seine Macht in Europa aus: Laut "Wall Street Journal" wollen Finanzhäuser aus der Volksrepublik massiv in den*europäischen Bankensektor investieren.*Auch*die Düsseldorfer WestLB*soll*zu den begehrten Kaufobjekten gehören. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,742590,00.html
Die Chinesen sind die wertlosen Dollars los und wir..hm....also wir...was haben wir davon grad nochmal? Ach so alternativlos, systemrelevant und so, alles klar!
coitusveritatis 31.01.2011
2. ausgesorgt
Zitat von sysopChina baut*seine Macht in Europa aus: Laut "Wall Street Journal" wollen Finanzhäuser aus der Volksrepublik massiv in den*europäischen Bankensektor investieren.*Auch*die Düsseldorfer WestLB*soll*zu den begehrten Kaufobjekten gehören. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,742590,00.html
.... und Brüderle und Schäuble Westerwelle bekommen nach der nächsem Bundestagswahl eionen tollen Job bei CNOOC und China Petroleum & Chemical Corp (CPCC) http://de.rian.ru/business/20100910/257260719.html Fr. Merkel und FRau v. d. Layen kommen hier unter: http://www.gvw.com/1118-0-Graf+von+Westphalen+beraet+chinesischen+Energiekonzern+State+Grid+Corporation+of+China.html
harrold, 31.01.2011
3. tsts
Zitat von sysopChina baut*seine Macht in Europa aus: Laut "Wall Street Journal" wollen Finanzhäuser aus der Volksrepublik massiv in den*europäischen Bankensektor investieren.*Auch*die Düsseldorfer WestLB*soll*zu den begehrten Kaufobjekten gehören. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,742590,00.html
Ist das legal?
orion4713 31.01.2011
4. Der Sieg der Atom-Lobby wird zum großen Vorbild
Zitat von sysopChina baut*seine Macht in Europa aus: Laut "Wall Street Journal" wollen Finanzhäuser aus der Volksrepublik massiv in den*europäischen Bankensektor investieren.*Auch*die Düsseldorfer WestLB*soll*zu den begehrten Kaufobjekten gehören. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,742590,00.html
warum nicht? Die IKB wurde doch auch mit 2,5 Mrd. vom Steuerzahlen ausgestattet, um dann für 100 Mio. an Lone Star verkauft zu werden. Welch glänzendes Geschäft! So clever wie Lone Star sind die Chinesen doch allemal. Bald werden unsere Politiker in China um Entwicklungshilfe betteln müssen....
jannes.J 31.01.2011
5. Anarchie in der Finanzbranche
Zitat von harroldIst das legal?
"Legal, illegal, sch..." die einstige Punk Attitude hat sich mittlerweile in der Finanzbranche etabliert.
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