Wettbewerb Amazon setzt 20 Städte für neue Zentrale auf die Shortlist

Amazon will zusätzlich zu seiner Zentrale in Seattle einen zweiten Unternehmenssitz bauen. 238 Städte haben sich beworben, etwa ein Zehntel davon sind nun in der engeren Auswahl.

Amazon-Zentrale in Seatlle
Jordan Stead/Amazon

Amazon-Zentrale in Seatlle


Bei der Suche nach einem zweiten Hauptquartier hat der Online-Handelsriese Amazon die 20 aussichtsreichsten Kandidaten vorgestellt. Darunter sind Metropolen wie New York City, Chicago und Los Angeles sowie die US-Hauptstadt Washington DC, aber auch das kanadische Toronto und Überraschungen wie Columbus oder Indianapolis. Es sei sehr schwer gewesen, sich zwischen den insgesamt 238 Bewerbungen zu entscheiden, teilte Amazon mit.

Der Konzern hatte seine Standortsuche im September angekündigt und bis Mitte Oktober Vorschläge von Städten und Gemeinden in ganz Nordamerika angenommen. Amazon verspricht, mehr als fünf Milliarden Dollar in sein zweites Hauptquartier zu stecken und 50.000 Jobs zu schaffen. Zehntausende zusätzliche Arbeitsplätze und Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe sollen indirekt entstehen. "HQ2" soll das neue, zweite Hauptquartier heißen und der jetzigen Zentrale in Seattle "voll gleichberechtigt" sein, versprach Amazon-Chef Jeff Bezos.

Die 20 Top-Kandidaten sind: Atlanta, Austin, Boston, Chicago, Columbus, Dallas, Denver, Indianapolis, Los Angeles, Miami, Montgomery County, Nashville, Newark, New York City, Northern Virginia, Philadelphia, Pittsburgh, Raleigh, Toronto und Washington DC.

Amazon will nun mit jedem der verbliebenen Bewerber die Details der Vorschläge besprechen und zusätzliche Informationen anfordern, bevor der Konzern seine Entscheidung verkündet. Sie soll im Laufe dieses Jahres fallen.

hej/AP/Reuters/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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spon-facebook-10000523851 18.01.2018
1. Der Wahnsinn dabei ist,
Dass Firmen wie Amazon zig tausende von Arnbeitsplaetzen gefaehrden, wie Walmart jedes gesetzliche Schlupfloch zu nuetzen um ich vor Verantwortung (sozial) zu duecken und dass den Bewerbern eigentlich gleichgueltig ist, ob die Infrastruktur mithalten kann. Da werden nun Firmen in die Wuste gesetzt und keiner fragt sich, wo's Wasse herkommen soll. Man sieht nur Zahlen und Gewinne. Man sehe, wie Apple und Google die Standorte in San Francisco und Cupertino versaut haben.
tomkey 18.01.2018
2. Detroits Niedergang wäre gestoppt
Man kann ja von Amazon halten was man will, aber eine Zentrale mit diesem Umfang an neuen Arbeitsplätzen würde ich Detroit von Herzen gönnen. Das wäre sicher ein Wendepunkt in der einstmals blühenden Autostadt.
Nordstadtbewohner 18.01.2018
3.
Zitat von spon-facebook-10000523851Dass Firmen wie Amazon zig tausende von Arnbeitsplaetzen gefaehrden, wie Walmart jedes gesetzliche Schlupfloch zu nuetzen um ich vor Verantwortung (sozial) zu duecken und dass den Bewerbern eigentlich gleichgueltig ist, ob die Infrastruktur mithalten kann. Da werden nun Firmen in die Wuste gesetzt und keiner fragt sich, wo's Wasse herkommen soll. Man sieht nur Zahlen und Gewinne. Man sehe, wie Apple und Google die Standorte in San Francisco und Cupertino versaut haben.
Amazon gefährdet keine Arbeitsplatze, Amazon schafft viele Arbeitsplätze und zwar unter anderem in Deutschland, wo etwa 12000 Menschen arbeiten und dafür bezahlt werden. Da kann der kleine Krauter um die Ecke nicht mithalten. Das Nutzen gesetzlicher Vorgaben zur Vermeidung von nicht notwendigen Steuern ist völlig legitim. Die Politik macht die Gesetze, Unternehmen wie Amazon richten sich danach. Städte wie San Francisco und Cupertino profitieren massiv von Unternehmen wie Apple und Google, auch wenn so mancher Sozialneider sich das nicht eingestehen mag. Zum Artikel: Die Stadt, die den Zuschlag zum neuen zweiten Amazon-Hauptquartier erhält, kann sich freuen. Steigende Kaufkraft, höhere Einnahmen für die Stadtkasse und Zuzug von Fachkräften. Was will eine Stadt mehr?
aopoi 18.01.2018
4. Eher nicht
Zitat von tomkeyMan kann ja von Amazon halten was man will, aber eine Zentrale mit diesem Umfang an neuen Arbeitsplätzen würde ich Detroit von Herzen gönnen. Das wäre sicher ein Wendepunkt in der einstmals blühenden Autostadt.
Amazon wird kaum tausende Arbeitsplätze der Autoindustrie ersetzen können. Und jedes neue Lager von Amazon wird noch moderner mit noch mehr Automatisierung. Auf der anderen Seite wird Seatle so weit mit den Steuern runtergedrückt worden sein, das auch die Gewerbesteuereinnahmen wahrscheinlich nicht einmal in die Nähe früherer Zeiten gelangen wird.
zila 18.01.2018
5.
Zitat von tomkeyMan kann ja von Amazon halten was man will, aber eine Zentrale mit diesem Umfang an neuen Arbeitsplätzen würde ich Detroit von Herzen gönnen. Das wäre sicher ein Wendepunkt in der einstmals blühenden Autostadt.
Detroit ist nicht auf der Liste, dafuer Raleigh (keine Ahnung wo das liegt) und Montgomery County in Maryland.
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