Widerstand gegen EU Sparkassen wollen nicht mit BayernLB fusionieren

Sind die Sparkassen bei der Rettung der BayernLB zu gut weggekommen? Diese Auffassung herrscht offenbar bei der Europäischen Union. Brüssel will die 73 bayerischen Sparkassen bei der Restrukturierung der Landesbank stärker in die Pflicht nehmen - doch die wehren sich.

Bayerische Landesbank: EU will bayerische Sparkassen an der Rettung beteiligen
dpa

Bayerische Landesbank: EU will bayerische Sparkassen an der Rettung beteiligen


München - Die bayerischen Sparkassen halten nichts von einer Fusion mit der krisengeschüttelten BayernLB. Die sei kein geeigneter Weg, weil dadurch "ein gesunder Teil des Bankensystems ohne Not aufgegeben" werde, sagte der Präsident des bayerischen Sparkassenverbands, Theo Zellner. Eine Zwangsfusion wäre ohnehin ein verfassungswidriger Eingriff in die kommunale Selbstverwaltungshoheit.

In der Europäischen Union gibt es laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" Überlegungen, eine Fusion der Landesbank mit den regionalen Sparkassen zu verlangen. BayernLB-Chef Gerd Häusler sagte der Zeitung dazu, es handle sich um eine "Phantomdiskussion".

Der Freistaat Bayern hatte die BayernLB 2008 mit einer Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt. Der Anteil der bayerischen Sparkassen an der BayernLB sank von 50 auf 4,2 Prozent, weil sie sich nicht an der Rettung beteiligten. Die EU-Wettbewerbsaufsicht will die Staatshilfe demnächst gegen Auflagen genehmigen.

Laut dem Bericht will Brüssel die 73 bayerischen Sparkassen bei der BayernLB-Restrukturierung stärker in die Pflicht nehmen. Demnach will die EU-Kommission, dass die Sparkassen ihre Stillen Einlagen in der Landesbank in hartes Kernkapital wandeln, dafür aber keinen höheren Anteil an der zweitgrößten Landesbank erhalten. "Die Sparkassen sind bei der Rettung der BayernLB zu gut weggekommen", hieß es laut der Zeitung in Finanzkreisen.

Sparkassenpräsident Zellner erklärte dazu, man müsse abwarten, was Brüssel im Rahmen des Beihilfeverfahrens wirklich fordern werde. Die bayerischen Sparkassen hätten durch die Abschreibung nahezu ihrer gesamten Landesbank-Anteile bereits Verluste in Milliardenhöhe hingenommen.

mah/dpa/dapd



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
jdm11000 07.06.2011
1. Einmischung der EU!
Zitat von sysopSind die Sparkassen bei der Rettung der BayernLB zu gut weggekommen? Diese Auffassung herrscht offenbar bei der Europäischen Union. Brüssel will die 73 bayerischen Sparkassen bei der Restrukturierung der Landesbank stärker in die Pflicht nehmen - doch die*wehren sich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,767158,00.html
Ganz typisch diese Einmischung! Von Geld hat Brüssel und diese Versagerbeamten keine Ahnung - dafür wird aber mehr in etwaige Geschäfte und Verhandlungen eingegriffen. Sowas nennen die Versager-Beamten aus Brüssel dann noch Marktregelung! Die sollten sich erstmal selber wegregulieren - das würde wohl keiner wirklich bemerken!
kundennummer 07.06.2011
2. Da geht was
Zitat von sysopSind die Sparkassen bei der Rettung der BayernLB zu gut weggekommen? Diese Auffassung herrscht offenbar bei der Europäischen Union. Brüssel will die 73 bayerischen Sparkassen bei der Restrukturierung der Landesbank stärker in die Pflicht nehmen - doch die*wehren sich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,767158,00.html
Soll die BayernLB doch mit der CSU fusionieren, dann kommt zusammen was zusammen gehört und genug Pöstchen für Schranzen hats auch. Besichert mit Bailout by Steuersklave.
Litajao 07.06.2011
3. EU-Krake bestimmt immer mehr in Deutschland
Also wenn jetzt nicht der Letzte begreift, dass diese unfähigen EU-Kommissare und - Beamten immer mehr in Deutschland zu sagen haben, immer mehr bstimmen, wo es lang geht, weiß ich auch nicht mehr. Schlimm ist vor allem, dass Typen wie Schäuble und Merkel dies auch noch für gut befinden. Hat Merkel nicht einmal geschworen sich für Deutschland...........ach lassen wir's hat ja eh keinen Sinn mehr.
Dominik Menakker, 07.06.2011
4. Kein Titel
Die Sparkassen waren Haupteigentümer der Bayern LB. Also habe sie auch für deren Verluste geradezustehen und nicht nach dem Staat zu rufen. Ansonsten hätte man den Schuppen halt über den Jordan gehen lassen sollen.
irgendwer_bln 07.06.2011
5. Wehrt euch
Zitat von sysopSind die Sparkassen bei der Rettung der BayernLB zu gut weggekommen? Diese Auffassung herrscht offenbar bei der Europäischen Union. Brüssel will die 73 bayerischen Sparkassen bei der Restrukturierung der Landesbank stärker in die Pflicht nehmen - doch die*wehren sich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,767158,00.html
Die Gedanken der EU-Kommissionare würde ich gerne nachvollziehen... Sparkasse: Wenig Wertpapierhandel, solide Marktposition, genießt halbwegs das Vertrauen des Volkes BayernLB: benötigte Finanzhilfen um die Pleite abzuwenden, steht im Verdacht krumme Geschäfte zu finanzieren (von der Haider-Beck-Affaire ganz zu schweigen) ...aber ich kann es nicht. An die bay.SPKs: WEHRT EUCH!
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