Stuttgart - Wendelin Wiedeking machte Porsche in seiner Zeit als Chef des Sportwagenbauers zu einem der profitabelsten Autohersteller der Welt. Doch der Starmanager scheiterte mit seinem Versuch, Volkswagen
zu übernehmen. Nun will die Staatsanwaltschaft Stuttgart Wiedeking wegen des Verdachts auf Kursmanipulation anklagen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Demnach ist die umfangreiche Anklageschrift bereits fertig, dem Vernehmen nach könnte sie dem Landgericht Stuttgart schon vorliegen. Dort wird dann entschieden, ob es zu einem Prozess kommt oder nicht.
Offenbar wird Wiedeking, der zwischen August 1993 und Juli 2009 Vorstandsvorsitzender von Porsche
war, vorgeworfen, die Börse im Verlauf des Übernahme-Vorhabens nicht korrekt über seine Pläne und den Stand der Dinge unterrichtet zu haben.
Am Dienstag wollten sich weder die Staatsanwaltschaft noch Wiedekings Verteidiger zu der Anklage äußern. Laut der "SZ" haben die Ermittler einen anderen schweren Vorwurf gegen den 60-Jährige fallengelassen. Es sei keine Rede mehr davon, dass Wiedeking mit seinen Plänen, die viele Milliarden Euro gekostet hatten, die Existenz von Porsche vorsätzlich aufs Spiel gesetzt habe. Im August 2010 waren bereits zwei weitere Verfahren gegen Wiedeking eingestellt worden.
max/dapd
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