Wind, Solar, Biosprit Öko-Firmen schaffen globalen Gewinnschub

Für den Öko-Sektor war 2009 ein Jubeljahr. Solar-, Wind- und Biospritunternehmen haben ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um satte 11,4 Prozent gesteigert. Anleger schießen den Firmen Milliarden zu - 2010 stehen im Sektor mehrere große Börsengänge an.

Solarkraftwerk in Israel: Boom der Clean-Tech-Energien
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Solarkraftwerk in Israel: Boom der Clean-Tech-Energien


Hamburg - Die Rezession war 2009 das Thema in vielen Ländern - im Öko-Sektor dagegen nicht. Dort war 2009 das Jahr, in dem Mega-Projekte wie das Sahara-Solarkraftwerk Desertec auf den Weg gebracht wurden, in dem Deutschland den Bau neuer gigantischer Offshore-Windparks ankündigte - und in dem US-Präsident Barack Obama die Strom-Revolution startete.

Für Skeptiker sind das vermessene Ankündigungen in einer düsteren Zeit. Doch das amerikanische Marktforschungsunternehmen Clean Edge hat am Dienstagabend eine umfassende Studie veröffentlicht, die zeigt, wie profitabel die erneuerbaren Energien schon jetzt sind: Während manch traditioneller Industrie-Gigant 2009 bedenklich wankte, verbuchte der Sektor der sauberen Technik (Clean Tech) ein Jubeljahr.

Allein in den größten drei Bereichen - Solarstrom, Windenergie und Biosprit - stiegen die globalen Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf insgesamt 139,1 Milliarden Dollar. Die jährliche Erhebung mit dem Titel "Clean Energy Trends" gilt als Branchenindikator und wird von vielen Investoren und Unternehmen gelesen.

  • Der Windenergie-Bereich erlebte 2009 einen starken Zubau: Weltweit gingen Anlagen mit einer Leistung von 37.500 Megawatt ans Netz, mehr als ein Drittel davon in China. Die Volksrepublik verzeichnete damit das größte Plus weltweit. Rund um den Globus wurden rund 63,5 Milliarden Dollar in neue Windprojekte investiert.
  • Im Solar-Sektor gingen im vergangenen Jahr Anlagen mit einer Leistung von 6000 Megawatt ans Netz - die Hälfte davon allein in Deutschland. Der Gewinn der Branche sank allerdings von 38,5 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 30,7 Milliarden, da sich die Margen für Photovoltaikmodule deutlich verkleinert haben.
  • Die Biosprit-Branche erwirtschaftete der Studie zufolge einen Gewinn von 44,9 Milliarden Dollar und produzierte fast 100 Milliarden Liter Benzin.

In einem beängstigenden ökonomischen Umfeld hätten viele Regierungen und Unternehmen ihre Investitionen in den Öko-Sektor erhöht, sagte Clean-Edge-Mitgründer Ron Pernick in einer Telefonkonferenz vor Journalisten. Sie sähen darin eine Chance, die ökonomische Abwärtsspirale zu stoppen. Wagniskapitalgeber, die zuvor hauptsächlich IT-Unternehmen mit Geld versorgt haben, wenden sich ebenfalls dem Clean-Tech-Sektor zu:

Wagniskapital-Investitionen: Clean Tech gewinnt an Bedeutung

Jahr Investitionen gesamt* Investitionen Clean Tech* Anteil in Prozent
2006 26,5 1,308 4,9
2007 29,4 2,867 9,8
2008 28,3 3,213 11,4
2009 17,7 2,216 12,5

* in Milliarden Dollar, Quelle Clean Edge

Grund für das erhöhte Interesse der Kapitalgeber ist, dass im Clean-Tech-Sektor 2010 mehrere größere Börsengänge anstehen - dass also die Chance besteht, dass sie ihre Investitionen plus Gewinnmarge zurückerhalten. Unter anderem haben sich der Biosprit-Experte Codexis, die Photovoltaikfirma Solyndra und das E-Auto-Unternehmen Tesla Motors für einen Börsengang vorgemerkt. Als weitere Kandidaten gelten die Solarunternehmen Miasolé und BrightSource Energy, der Smart-Grid-Experte Silver Spring Networks und die Firma Amyris Biotechnologies, die unter anderem biologische Methoden zur Herstellung von Flugzeugkraftstoff erforscht.

Im laufenden Jahrzehnt habe der Clean-Tech-Sektor gute Wachstumschancen, teilten die Experten mit. Bis 2019 dürften sich die Einnahmen im Windenergiesektor nahezu verdoppeln und die im Solar- und Biospritbereich mehr als verdreifachen. Der Hauptgrund sei, dass durch Skaleneffekte die Herstellerpreise drastisch sinken. So dürften die Preise für Photovoltaikanlagen einer Prognose der Clean-Edge-Experten zufolge bis zum Ende des Jahrzehnts um 60 Prozent sinken.

ssu



Forum - Neue Ideen zum Energieproblem?
insgesamt 3491 Beiträge
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Seite 1
AndyH 20.08.2009
1.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Kohle ist in Unmengen vorhanden. Alleine die deutschen Braunkohlereviere haben so viel Energiegehalt wie Iraks Ölfelder zusammen. Steinkohle gibt es in Osteuropa, Asien, Australien und Amerika en mass, oft als Tagebau. Öl ist nicht verschwunden. Als Öl gegen 150$ hochspekuliert wurde, fand man in kurzen Abständen neue Lagerstätte. Inzwischen nicht mehr weil wieder spottbillig, also nicht lohnt zu suchen. Die Lager sind randvoll, die Tankschiffe dümpeln als Lager auf hohe See. Gas gibt es mehr als Öl, selbst Norwegen fand neue gigantische gasvorkommen. Russland und Mittelasien hat bald 3 Pipelines nach Westeuropa und Katar kaufte sich eine Flotte Flüssiggastanker zusammen. Methan gibt es als Methanhydrate in unglaublichen Mengen an allen Küsten. Ausreichend für Jahrhunderte. Japan und USA basteln schon am industriellen Gewinnung. Uran und Thorium gibt es ebensfalls für Jahrhunderte. Bislang verbrennt man die Reste des kalten Krieges, was die Preise drückt und sogar gut laufende Minen zur Schliessung zwingt. Strompreis ist nahezu unabhängig vom Uranpreis, deshalb sind Kernkraftwerke langfristig preisstabilisierend. Neue Reaktortypen wie EPR und THTR sowie die Versuche mittels Transmutation zeigen, dass auch in 100-300 Jahren noch genug Energie erzeugt werden kann. Dagegen Biomist wie Hühnerfeder in Energieträger zu verarbeiten ist ziemlich aussichtslos. Einerseits ist es aufwändig und teuer, andereseits mikrige Mengen. Die Bioenergie Thema ist auch sehr leise geworden, nach den Hungeraufständen 2008 und auch die Zwangsbeimischungsunfug hat sich auch relativiert. Alle "alternativen" Energien werden Subventioniert, sind damit wirtschaftsschädlich und nur als ideologische Feigenblattt tauglich.
bluaMauritius, 20.08.2009
2.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Seit über 250 Jahren gibt es den Hydraulischen Widder der Gebr. Montgolfiers. Seit 1920 gibt es das UK patent specification für Gaetano Sallusto's Kurzdruck-Wasserkraftwerk mit Kolbenzylindermaschine, daraus ist später auch Gravitations-Resonator entstanden. Es geht darum, dahs eine Kraft (z.B. hydrostatische Kraft) auch wenn nur kurzzeitig präsent, wegen ihres Vektors und ihrer Gröhsse (zB. bedingt durch Steigleitungshöhe und mit Druck beaufschlagte Fläche) dennoch - wie auch andere kurzzeitig wirkenden Kräfte auf anderen Gebieten - eine Bewegung einer berührten Masse bewirkt, wenn diese nachgeben kann (z.B. zum Antrieb eines der Kraft entsprechenden Schwungrades über Kolben, Kolbenstange, Pleuel und Kurbel), -oder ob dies unmöglich sei, weil so ein Kolben (s.o.) nicht 1 cm weit komme. Meinung eines Schamanen, der sofort auf die Linie der Kraftwirkungsleugner eingeschwenkt war (bei SPIEGEL, der neuerdings auch festlegt, was zu erforschen sei und was nicht?? und der eine sachliche] Antwort an alida80 nicht mehr freigab, den Strang einfach abschloss). Man staune: Zitat alida80: --> " Ich bewundere die Geduld, welche viele hier bisher an den Tag gelegt haben. Sie sehen, wozu es geführt hat? Ich hatte einen solchen "Erfinder" in meiner Familie. Interessanterweise hat mich das bewogen, Physik zu studieren. Ein bisschen ist hängen geblieben, denn schon seit meinem Studium sammele ich diese Art von Erfindungen, mache saubere technische Zeichnungen und lesbare Beschreibungen daraus. Irgendwann werde ich auch mal ein Buch darüber schreiben; .... Sie können hier nicht argumentieren, das haben sie alle inzwischen sicher gemerkt. Was sie hier sehen, ist so eine Art Fundamentalismus, der genau einen Lehrsatz kennt: "Wer das Gleiche sagt wie ich ist ein Experte, jeder andere hat mich nicht verstanden (weswegen die Beschreibung der Erfindung ad nauseam wiederholt wird), ist dumm und/oder von meinen Gegnern bezahlt". Mit dieser Art Fundamentalismus kann man nicht diskutieren. Einer von Ihnen hat es mit paradoxer Intervention versucht. Das soll manchmal bei Fundamentalisten klappen, aber hier beißen sie auf Granit. In der Tat finden sich bei diesen Erfindern immer wieder die gleichen Denkfehler: Kraft wird mit Arbeit verwechselt, es existiert ein allenfalls schwurbeliger Energiebegriff, Maßeinheiten und Begriffsdefinitionen werden durcheinander geworfen. Kurz gesagt: die physikalischen Begrifflichkeiten werden nicht verstanden. Einige Beispiele haben sie hier schon gesehen (...) " Zitat Ende.
Roller, 20.08.2009
3.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Unser großes Problem ist das 50 Hz Hochspannungsnetz. Elektrizität ist nicht für große Energietransporte geeignet. Dafür ist das hier zigmal besser geeignet:http://www.subbrit.org.uk/sb-sites/sites/h/hydraulic_power_in_london/ Das hat früher in London funktioniert und würde auch heute noch sehr gut in Deutschland funktionieren, zumal der dafür erforderliche Druck kostenlos vorhanden ist. Fuer grosse Leistungen ist es nach wie vor viel! besser, die Energie mit Rohrleitungen als mit elektrischen Kabeln zu uebetragen. Das kommt daher,weil bei einer Rohrleitung das Verhaeltnis von Reibungsflaeche zur uebertragenen Leistung immer kleiner wird mit steigendem Rohrdurchmesser. Bei einem Elektrokabel bleibt dieses Verhaeltnis fast bei jedem Kabeldurchmesser konstant. Es ist daher viel besser kleine Leistungen elektrisch zu uebertragen und grosse Leistungen hydraulisch. Nehmen wir einmal an, wir haetten zwei gleichlange Kabel, eines mit dem halben Durchmesser des anderen und schalten diese in Reihe . Legen wir jetzt eine spannung an, stellt sich ein Spannungsteiler von 1:4 ein, da das duennere Kabel den vierfachen Widerstand hat. Es entstehen in diesem Falle ca. 20% Verluste. Uebertragen wir diesen Fall auf eine Rohrleitung, dann stellt sich jedoch ein Druckteiler von 1:40 ein, da ein Rohr mit doppeltem Durchmesser vierzigmal besser leitet. Es entstehen dann nur noch ca 2,5% Verluste. Das zeigt, dass bei groesseren Durchmessern ein Rohrleitungsnetz mindestens 10 mal stabiler als ein Kabelnetz ist. Bei kleineren Durchmessern ist jedoch das Kabel dem Rohr schnell um ein vielfaches ueberlegen. Der Leitwert des Rohres aendert sich mit d^5,33 und der Leitwert des Kabels aendert sich mit d^2/4 . Hieraus kann man ersehen, dass bei d=1 ist das Rohr jedoch dem Elektrokabel sehr schnell um ein Vielfaches ueberlegen. Wuerde man jetzt bundes -oder europaweit statt des Hochspannungsnetzes ein Hochdruckwassernetz aufbauen, haette man folgende Vorteile.: -ein fast betriebskostenloser Betrieb, ohne CO2 Erzeugung, da der Betriebsdruck in hochgelegenen Staudaemmen kostenlos zur Verfuegung steht. -Vervielfachung des bisherigen Ertrages aus Wasserkraft durch den Hoehengewinn des Drucknetzes. -hydraulische Windräder können Windenergie mit hohem Wirkungsgrad, mit minimalem Aufwand an jeder Stelle in das Drucknetz einspeisen und damit Windenergie grundlastfähig machen. - Da die Energie nicht mehr mit 50 Hz Takt in das Netz eingespeist werden muss, kann der Ertrag aus Windkraft mit hydraulischen Windraedern durch Auslassung des elektrischen Weges mehr als verdoppelt werden. - Hochspannungsleitungen reichen nur bis max. ca. 500km, Rohrleitungen haben jedoch kein Leistungs- und kein Enfernungslimit. - die Verluste im Rohrnetz gehen gegen Null im Vergleich zum Elektrokabel. -keine Verschandelung der Landschaft mit Hochspannungsmasten -dezentrale Energieversorgung zerstört die Monopolstellung der EVU. -das Trinkwasserproblem wird nebenbei gelöst. Obwohl hier durchweg alle die technische Diskussion ablehnen, ("Da wär schon längst jemand drauf gekommen", "Wie oft soll man es denn noch widerlegen?" ) hoffe ich doch endlich mal konkret auf technisch- physikalischer Ebene widerlegt zu werden. Gruß Roller
medienquadrat, 20.08.2009
4.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
kommt mir vor, wie der lungenkranke Kettenraucher, der auf Mentholzigaretten umsteigt und als Krönung seines wiedererweckten Gesundheitswahns auch noch eine Zigarettenspitze benutzt!
Edgar, 20.08.2009
5.
Zehn Prozent dessen, was als EE-Subvention zum Fenster hinaus geworfen wird, in die Fusionsforschung stecken, und in der nächsten Generation steht Energie in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
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