Offshore-Windpark Bard 1 Erst die Pannenserie, dann ein Brand

Schon seit Monaten liefert Deutschlands erster großer Offshore-Windpark Bard 1 keinen Strom mehr - nun musste die für Anfang Juni geplante Wiederinbetriebnahme nach SPIEGEL-Informationen verschoben werden. Wer trägt die Schuld an dem Ausfall?

Offshore-Windpark "Bard 1" (im August 2013): Wiedereröffnung verschoben
REUTERS

Offshore-Windpark "Bard 1" (im August 2013): Wiedereröffnung verschoben


Bard 1, das rund hundert Kilometer vor der friesischen Küste in der Nordsee liegt, war erst vergangenen August in Betrieb genommen worden. Schon Mitte Januar kam es zu ersten Problemen in der Übertragungsstation, die den Windstrom an Land leitet. Im Februar musste die Anlage wegen Überlastungen drei weitere Male abgeschaltet werden.

Ende März schließlich kam es zu einem Schwelbrand und damit zum vorläufigen Ausfall. Der von Bard 1 gelieferte Strom habe nicht den technischen Anforderungen entsprochen, so Netzbetreiber Tennet. Bard 1 gehört über eine Tochterfirma der Hypo-Vereinsbank. Die erklärt, dass ihr "detaillierte Informationen über die technischen Gründe der Abschaltung" nicht vorlägen.

Es geht um viel Geld: Liegt die Schuld für den Ausfall bei Tennet oder beim Konstrukteur ABB, werden Bard 1 die Ausfallkosten erstattet, wenn nicht, muss die Bank womöglich Schadensersatz zahlen.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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pelikan10 22.06.2014
1. Nicht den technischen Anforderungen?
Hm.. Ich dachte immer Strom ist Strom. Halt da war doch noch was mit Schwelbrand. Nun das deutet für mich eher auf ein zuviel Strom hin, so dass eher die Übetragungsstation nicht den technischen Anforderungen entsprochen haben dürfte. " Der Wind, der Wind , das himmlische Kind. "
Stega 22.06.2014
2. wir können's nicht mehr
Mit einem Wort -- Wir sind zwar groß im Planen von Großprojekten, aber wir sind nicht mehr im Stande, die Dinger auf den Boden zu bekommen.
spmc-122226439819235 22.06.2014
3. Offshore -heißt technische Probleme
Die Erfolgsstory Offshore gibt es nicht ,es wird gelogen das sich das Windrad biegt ,aber keiner fragt nach,denn die grüngutmenschenallwelt Phantasien gehen vor die Hunde ,von alle Windparks in der Nordsee sind es 3-in Worten drei- die einigermaßen funktionieren,der Rest ist versenktes Geld.Aber die Energiewendelüge muß weiter gehen,wie das Übersystem Merkel nur eine Gebäude Lügen und Schulden ist,es gibt leider keinen Journalisten mit Mut der dahinter schaut und dies auch schreibt.
vulcain 22.06.2014
4. optional
Soso. Und die Dinger lösen also die AKWs ab. Um die Bürger und die Industrie mit der dringend benötigten Energie zu versorgen. Jederzeit. Zuverlässig.
dwg 22.06.2014
5.
---Zitat--- Zitat: Der von Brad 1 gelieferte Strom habe nicht den technischen Anforderungen entsprochen, so Netzbetreiber Tennet. ---Zitatende--- So, so, falscher Strom. Waren die Elektronen schlecht? Soweit ich weiß ist BARD 1 "konventionell" aufgebaut mit Trafos in der Generatorkanzel, Mittelspannungsverkabelung zur (Trafo-) Plattform BARD 1 und von dort Übergabe mit 155kV zu BorWin1. Bis dahin sollte das eigentlich kein elektrotechnisches Kunstwerk sein.
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