Börsenstar Münchner Zahlungsdienstleister hängt deutsche Banken ab

Während deutsche Banken tief in der Krise stecken, wird ein Zahlungsdienstleister aus München an der Börse gefeiert. Die Wirecard-Aktie klettert von Rekord zu Rekord.

Wirecard-Kreditkarte
Wirecard

Wirecard-Kreditkarte


Die Aktie des Zahlungsdienstleister Wirecard aus Aschheim bei München steigt und steigt: Das Papier des Unternehmens kletterte an diesem Dienstag auf einen Kurs von 146 Euro - damit ist die Firma erstmals mehr als 18 Milliarden Euro wert. Damit kommt Firma auf einen höheren Börsenwert als die Commerzbank, obwohl das Unternehmen mit etwa einem Zehntel der Commerzbank-Belegschaft auskommt.

Die Wirecard-Aktie eilt seit Tagen und Wochen von Rekord zu Rekord. Im Mai und Juni gab der Kurs der Aktie bisher lediglich an drei Tagen nach. 125 Prozent ging es seit einem Jahr für die Papiere aufwärts, so kräftig wie für keine andere der 110 größten deutschen Aktiengesellschaft. Wer vor fünf Jahren Wirecard-Aktien kaufte, hat seinen Einsatz gar fast versechsfacht.

Das Unternehmen taucht in der Öffentlichkeit so gut wie nie auf. Wirecard wickelt etwa in Asien für chinesische Onlinedienste wie Wechat und Alipay Finanztransaktionen ab. Wirecard selbst hat eine Banklizenz und kann für Händler Kartenzahlungen und das Risikomanagement vornehmen.

hej/dpa-AFX

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