Hamburg - Auf der internationalen Euro-Krisen-Bühne haben 2012 eigentlich nur zwei Wirtschaftsführer einigermaßen fehlerfrei agiert: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat sich im vergangenen Jahr zu Recht als eine der mächtigsten Frauen der Wirtschaftswelt profiliert. Ihr Troika-Kollege Mario Draghi wiederum, seit einem guten Jahr Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), hat mit den Waffen der Finanzwelt, mögen sie nun dicke Berta oder Bazooka heißen, im diesem Jahr zumindest mehr Nutzen als Schaden angerichtet.
Anders sieht es in der Bundespolitik aus: Deutschlands Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) glänzte 2012 wieder einmal mit markigen Kommentaren und vielen Ankündigungen - am traurigen Zustand seiner Partei änderte das nichts.
Gebeutelt hat das Jahr auch bekannte Manager wie den ThyssenKrupp-Chef Gerhard "Teflon" Cromme und den Gruner+Jahr-Vorstandsvorsitzenden Bernd Buchholz. Der Drogeriepatriarch Anton Schlecker wurde gleich ganz hinweggefegt, ebenso wie der Puma-Kurzzeit-Boss Franz Koch.
Nur eine Frau steht als Verliererin unter neun Männern: Barbara Kux, die vor 2008 vielbeachtet als erste Frau in den Siemens-Vorstand einzog - und im kommenden Jahr wieder gehen muss. Bei den Gewinnern des Jahres 2012 herrscht dagegen schon fast Geschlechterparität.
SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Wirtschaftsgrößen 2012 als Erfolgsjahr verbuchen können - und wen das Jahr besonders tief in die persönlichen roten Zahlen getrieben hat.
nck
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