Hamburg - Vor einem Jahr war Christine Lagarde noch französische Finanzministerin, heute ist sie die vielleicht mächtigste Wirtschaftsfrau der Welt. Als Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist sie dabei, wenn bei Gipfeln und Krisentreffen über das Schicksal Europas entschieden wird. Lagarde gehört zu den ganz großen Gewinnern des zu Ende gehenden Jahres.
Wie so viele Wirtschaftsführer verdankt die Französin ihren Aufstieg dem Absturz eines anderen: in diesem Fall Dominique Strauss-Kahn. Der ehemalige IWF-Chef stolperte über sexuelle Handlungen mit einem amerikanischen Zimmermädchen - und musste sich monatelang gegen Vergewaltigungsvorwürfe wehren.
Auch in Deutschland gab es Absteiger: Joachim Hunold musste seinen Job als Air-Berlin-Chef aufgeben, der ehemalige Landesbanker Gerhard Gribkowsky kam vor Gericht, weil er sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit Bestechungsgeld Zutritt zum glamourösen Formel-1-Zirkus verschaffen wollte. Ihnen gegenüber standen Gewinner wie Bahn-Chef Rüdiger Grube oder Claudia Nemat, die als eine der ersten Frauen in den Vorstand eines Dax-Konzerns einzog.
SPIEGEL ONLINE zeigt die zehn Gewinner und die zehn Verlierer des Jahres 2011. Sehen Sie hier, wer durchstartete und wer tief fiel.
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