Wegen Zeitverschiebung Gewerkschaften fordern spätere Frühschichten zur WM

Wegen der Zeitverschiebung laufen viele Spiele erst ab 22 Uhr: Gewerkschaften wollen laut einem Zeitungsbericht, dass Frühschichten in Deutschland während der Fußball-WM in Brasilien später starten. Arbeitgebervertreter zeigen sich offen.

DPA

Hamburg/Berlin - Jetzt dauert es nicht mehr lange, am 12. Juni beginnt die WM. Viele Spiele beginnen wegen der Zeitverschiebung erst um 22 Uhr oder gar um Mitternacht, die Zeitverschiebung zu Brasilien beträgt mindestens fünf Stunden zurück. Führende Gewerkschaftsvertreter fordern für die Angestellten in Deutschland deshalb jetzt einen späteren Beginn der Frühschichten während der Fußballweltmeisterschaft, berichtet die "Bild"-Zeitung.

"Ich finde, dass Arbeitgeber und Betriebsräte besprechen sollten, die Arbeitszeiten wenn möglich so zu gestalten, dass die Beschäftigten die WM-Spiele schauen können", sagte Michael Vassiliadis, der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). "Hier geht mehr als ein schnödes 'Geht nicht'."

"Bei den Deutschland-Spielen entgegenkommen"

Auch der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger sagte, bei Deutschland-Spielen nach 22 Uhr hiesiger Zeit solle die Arbeit "da, wo es geht", etwas später beginnen.

Vertreter der Arbeitgeberseite zeigen sich laut dem Bericht offen für den Vorschlag. Die Vorsitzende der Jungen Unternehmer, Lencke Wischhusen, sagte der Zeitung, in Firmen, in denen dies möglich sei, soll der Schichtbeginn verschoben werden.

Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, wird mit den Worten zitiert: "Wir Chefs können unseren Mitarbeitern bei Deutschland-Spielen schon entgegenkommen." Auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) sagte: "Da, wo es möglich ist, sollten sich die Unternehmen großzügig zeigen und die Frühschicht nach hinten verschieben." So werde die WM zum Sommermärchen.

Für nächtliche Public-Viewing-Veranstaltungen hat die Bundesregierung den Weg jedenfalls bereits freigemacht: In einer Sonderverordnung hat das Kabinett eine vorübergehende Lärmschutz-Aufweichung gebilligt. Demnach sind Übertragungen auf Großleinwänden nach 22 Uhr und in Ausnahmefällen auch nach 0 Uhr erlaubt

bos/AFP



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insgesamt 111 Beiträge
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Seite 1
Klebestift 22.04.2014
1.
Zitat von sysopREUTERSWegen der Zeitverschiebung laufen viele Spiele erst nach 22 Uhr: Gewerkschaften wollen laut "Bild", dass die Frühschichten in Deutschland während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien etwas später beginnen. Arbeitgebervertreter zeigen sich offen für den Vorschlag. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gewerkschaften-fordern-spaetere-fruehschichten-zur-wm-a-965440.html
Äh...sonst noch wünsche? Aber schön, wenn wir keine anderen Probleme haben...viel Spaß bei der "Volksverdummung".
travelfox42 22.04.2014
2. Aber sonst...
... haben wir keine Probleme? *Kopfschüttel*
wolleb 22.04.2014
3.
Wieder ein Beweis für den Realitätsverlust dieses weltfremden Vereins.
signaturen 22.04.2014
4. Ein schlechter Witz
Für eine kleine Minderheit möchte die Gewerkschaft mal so eben die Arbeitszeiten verschieben.. Gibts keine anderen Probleme um die sich die Gewerkschaften kümmern sollten? Da weiß man mal wieder warum -diese- Gewerkschaften überflüssig sind wie ein Kropf...
Geisterkarle 22.04.2014
5. Hach...
Wenn sich Arbeitnehmer und -geber nur immer so gut verstehen würden! Leider geht es meistens um mehr, als langweiligen Fußball!
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