Italiens WM-Aus Aktie der "Gazetta dello Sport" stürzt ab

Nach dem Scheitern der italienischen Fußballnationalmannschaft an der WM-Qualifikation leidet auch die Wirtschaft des Landes. Hart hat es bereits die wichtigste Sportzeitung getroffen.

Leser der "Gazetta dello Sport"
AFP

Leser der "Gazetta dello Sport"


Zum WM-Aus der italienischen Fußball-Nationalmannschaft druckte die italienische Sportzeitung "Gazetta dello Sport" ein großes "Ende" auf die Titelseite. "Italien erlebt sein Jahr Null", war zu lesen. Doch dass Italien erstmals seit 60 Jahren nicht an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilnimmt, hat auch für die wichtigste Sportzeitung des Landes Folgen.

Der Kurs der Mediengruppe RCS, zu der die "Gazetta dello Sport" gehört, ist am Tag nach dem Ausscheiden aus der WM-Qualifikation an der Mailänder Börse eingebrochen. Der Handel mit der Aktie wurde ausgesetzt, nachdem ihr Wert um 8,83 Prozent auf 1,115 Euro gefallen war.

Für die Werbeeinnahmen von auf Sport spezialisierten Medien sind die großen Wettbewerbe enorm wichtig. Laut dem Wirtschaftsinformationsdienst Milano Finanza hatte etwa die Fußball-Europameisterschaft 2016 der auf markantem rosafarbenen Papier gedruckten Sportzeitung rund zwei Millionen Euro Mehreinnahmen beschert.

Die italienische Auswahl hatte Montagabend nach einem torlosen Unentschieden gegen Schweden die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft in Russland 2018 verpasst. Es ist das erste Mal seit 1958, dass der vierfache Weltmeister Italien nicht an einer WM-Endrunde teilnimmt.

apr/AFP



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