Xstrata-Übernahme: Glencore erhöht Angebot auf 36 Milliarden Dollar

Rund 34 Milliarden Dollar bietet der Rohstoffriese Glencore für den Bergbaukonzern Xstrata. Dem Großaktionär Katar reicht das nicht. Nun bessert Glencore nach - und legt noch einmal zwei Milliarden drauf. Dem Management des Übernahmekandidaten ist das noch immer zu wenig.

Glencore-Zentrale: Probleme bei der Xstrata-Übernahme Zur Großansicht
REUTERS

Glencore-Zentrale: Probleme bei der Xstrata-Übernahme

London - Mit einer aufgebesserten Offerte will der Rohstoffriese Glencore in letzter Minute die Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata retten. Das Angebot steigt damit um rund zwei Milliarden auf etwa 36 Milliarden Dollar.

Die Übernahmepläne standen wegen des Widerstands des zweitgrößten Xstrata-Aktionärs, des Golfstaats Katar, vor dem Scheitern. Katar, mit rund zwölf Prozent an Xstrata beteiligt, hatte ein verbessertes Angebot gefordert.

Xstrata sagte wegen des neuen Angebots eine für den Tagesverlauf geplante Hauptversammlung ab. Zuvor hatte bereits Glencore ein für Freitag geplantes Aktionärstreffen kurzfristig verschoben.

Die Xstrata-Aktie Chart zeigen reagierte auf den neuen Glencore-Vorstoß mit einem Kurssprung und notierte in London 9,6 Prozent höher. Das Glencore-Papier verlor dagegen 3,5 Prozent.

Unklar ist, ob der Deal nun gerettet ist: Xstrata zeigte sich von dem neuen Gebot wenig begeistert. Die Nachbesserung reiche bei weitem nicht aus, schrieben die Aufsichtsräte an Glencore. Zudem sei man mit der Absetzung von Xstrata-Chef Mick Davis nicht einverstanden. Glencore will seinen Konzernchef Ivan Glasenberg auch den fusionierten Konzern leiten lassen.

ssu/Reuters

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