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US-Internetverkehr: Yahoo überholt Google

Yahoo-Zentrale in Kalifornien: Nummer eins beim US-Webtraffic Zur Großansicht
AFP

Yahoo-Zentrale in Kalifornien: Nummer eins beim US-Webtraffic

Der Internetkonzern Yahoo hat Marktforschern zufolge in den USA mehr Internetnutzer auf seine Seiten geholt als Google. Yahoo kam demnach im Juli auf mehr als 196 Millionen Besucher und lag auf dem Spitzenplatz der 50 meistbesuchten US-Internetangebote.

New York/Berlin - Ein gutes Jahr nach Amtsantritt dürfte sich Konzernchefin Marissa Mayer nach schlechten Nachrichten über diesen Erfolg freuen: Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren hat Yahoo Chart zeigenden Marktforschern von Comscore zufolge mehr amerikanische Internetnutzer angelockt als der große Rivale Google Chart zeigen. Die Yahoo-Seiten in den USA seien im Juli auf über 196 Millionen Besucher gekommen, berichtet der Analysedienst Comscore. Das brachte dem Internetpionier den Spitzenplatz in der Comscore-Liste der 50 meistbesuchten US-Webangebote ein. Google lag mit 192 Millionen Besuchern auf Platz zwei, danach folgten Microsoft Chart zeigen, Facebook Chart zeigen und AOL.

Die Blog-Plattform Tumblr, die Yahoo kürzlich gekauft hat, wurde sogar noch separat gezählt - sie kam auf 38 Millionen Besucher. Comscore misst den Internetverkehr und veröffentlicht auch Zahlen etwa zur Verbreitung von Smartphones. Die Reichweite von Webseiten ist für den Verkauf von Online-Werbung wichtig, das Hauptgeschäft von Yahoo und Google. Zuletzt hatte Yahoo die Liste der meistbesuchten US-Seiten im Mai 2011 angeführt.

Vielleicht war es ja die Nachricht, dass sich Yahoo - wenn auch vergeblich - dagegen gewehrt hatte, im Prism-Programm mit dem US-Geheimdienst zusammenzuarbeiten, die wieder mehr US-Internetnutzer zu dem Konzern lockte. Die Marktforscher von Comscore lieferten jedenfalls keine Begründung für den jetzigen Vorstoß von Yahoo an die Spitze. Ausgehend davon, wie nah beieinander Yahoo und Google in den vergangenen Monaten lagen, könne es sich einfach um normale Schwankungen handeln, hieß es in einer Stellungnahme für das Blog "Marketingland".

nck/dpa

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1. Niemand braucht Google
Ze4 22.08.2013
Yahoo ist zwar etwas sympathischer, weil sie zumindest den Versuch unternommen haben, sich gegen NSA-Ausspähung zu wehren. Aber amerikanische Internet- und Computerkonzerne sollten spätestens jetzt für jeden freiheitsliebenden Europäer tabu sein. Die Alternativen sind zahlreich, Ixquick als Suchmaschine, Posteo als Mailprovider, Linux als Betriebssystem für PC, Handy und Tablet, usw. usf...
2. Langsame Mühle
Stauss2 22.08.2013
Haben die die Qualität und die Schnelligkeit ihres Browsers nun endlich überarbeitet? Ich bin vor Jahren nach 10 Jahren bei Yahoo auf Chrome übergewechselt, weil das Hochlaufen bei denen immer länger dauerte. Ich nutze nun übrigens wieder trotz aller Sicherheitsbedenken Chrome, weil es die professionellste Software ist. Firefox ist ja wohl eine Zumutung in der grafischen Aufbereitung, die oft die Kästchen zum Ausfüllen (und Forumstextverarbeitung) unsichtbar darstellt (man tastet sich dann so ran) und die Bedienungsicons oft verdeckt. Bei Yahoo-email haben die völlig unmotiviert jede Menge Striche in die Bildschirmaufbereitung eingefügt, was das Lesen wesentlich erschwert. Irgend was fehlt auf der Seitenaufbereitung bei Firefox immer. Die Lesezeichen-Technik ist Vorschule. Auch bei Firefox dauert das Hochlaufen ewig, ohne dass signalisiert wird, dass der Computer noch rödelt. Dieser Bewegungskreis neben dem Cursor erlischt fast sofort und dann dauert es noch mindestens eine Minute, bis sich etwas zeigt. Die neueste Version vom Flash-Player von Acrobat, den auch der Spiegel für Videos benutzt, habe ich auf Firefox nicht zum Laufen bekommen. Chrome ist der einzige Browser, bei dem die Entwickler vom Kunden her gedacht haben und nicht daran, dem Kunden alle möglichen Belanglosigkeiten vorzusetzen. Meine Startseite dort (direkt auf die mail) dauert nur ca. die Hälfte an Zeit, die die anderen Browser benötigen. Aber Chrome hat eben keine automatische Lösung des Verlaufs, was heisst, bevor man rausgeht, muss man es per Hand löschen. Oder man startet einen Cleaner.
3.
hokie 22.08.2013
Und ueber wessen backbone laufen die ganzen tollen "so absolut sicheren" Programme der freiheitsliebenden Europaer?! Die Diskussion ist laecherlich, stellt doch die Nutzung des www ein, wenn es euch nicht passt das die USA nunmal die Kontrolle darueber nicht nehmen lassen... Oder baut ein komplett seperates Netz auf. Kann sich dann nur noch um Jahrzehnte Handeln und dutzende Milliarden aus euren Sozialhaushalten ziehen, so wie mit galileo... Das passt dann aber auch wieder nicht in die "umsonst(un)kultur".
4. Tut was
Ze4 22.08.2013
Zitat von hokieUnd ueber wessen backbone laufen die ganzen tollen "so absolut sicheren" Programme der freiheitsliebenden Europaer?! Die Diskussion ist laecherlich, stellt doch die Nutzung des www ein, wenn es euch nicht passt das die USA nunmal die Kontrolle darueber nicht nehmen lassen... Oder baut ein komplett seperates Netz auf. Kann sich dann nur noch um Jahrzehnte Handeln und dutzende Milliarden aus euren Sozialhaushalten ziehen, so wie mit galileo... Das passt dann aber auch wieder nicht in die "umsonst(un)kultur".
Natürlich weiß ich, dass es keine absolute Datensicherheit im Web gibt. Es geht aber darum, durch Boykott und Nutzung von Alternativen einen möglichst großen wirtschaftlichen Schaden bei den NSA-Pudel-Firmen zu verursachen. Und dann werden Sie sehen: Es wirkt! Nur am Geldhahn kann man sie packen. Der Schaden durch gekündigte Cloud-Verträge beläuft sich nach groben Schätzungen jetzt schon auf 30 - 100 Milliarden, das ist schon mal ein Anfang.
5. Dau
nazfalas 22.08.2013
Zitat von Stauss2Haben die die Qualität und die Schnelligkeit ihres Browsers nun endlich überarbeitet? Ich bin vor Jahren nach 10 Jahren bei Yahoo auf Chrome übergewechselt, weil das Hochlaufen bei denen immer länger dauerte. Ich nutze nun übrigens wieder trotz aller Sicherheitsbedenken Chrome, weil es die professionellste Software ist. Firefox ist ja wohl eine Zumutung in der grafischen Aufbereitung, die oft die Kästchen zum Ausfüllen (und Forumstextverarbeitung) unsichtbar darstellt (man tastet sich dann so ran) und die Bedienungsicons oft verdeckt. Bei Yahoo-email haben die völlig unmotiviert jede Menge Striche in die Bildschirmaufbereitung eingefügt, was das Lesen wesentlich erschwert. Irgend was fehlt auf der Seitenaufbereitung bei Firefox immer. Die Lesezeichen-Technik ist Vorschule. Auch bei Firefox dauert das Hochlaufen ewig, ohne dass signalisiert wird, dass der Computer noch rödelt. Dieser Bewegungskreis neben dem Cursor erlischt fast sofort und dann dauert es noch mindestens eine Minute, bis sich etwas zeigt. Die neueste Version vom Flash-Player von Acrobat, den auch der Spiegel für Videos benutzt, habe ich auf Firefox nicht zum Laufen bekommen. Chrome ist der einzige Browser, bei dem die Entwickler vom Kunden her gedacht haben und nicht daran, dem Kunden alle möglichen Belanglosigkeiten vorzusetzen. Meine Startseite dort (direkt auf die mail) dauert nur ca. die Hälfte an Zeit, die die anderen Browser benötigen. Aber Chrome hat eben keine automatische Lösung des Verlaufs, was heisst, bevor man rausgeht, muss man es per Hand löschen. Oder man startet einen Cleaner.
Manchmal ist das Problem wohl eher vor dem Rechner zu suchen und nicht darin...
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