Anwesenheitspflicht bei Yahoo Ab ins Büro!

Yahoo-Chefin Marissa Mayer will die Produktivität des Internetkonzerns mit ungewöhnlichen Methoden steigern: Ab Juni herrscht Anwesenheitspflicht. Programmieren am Strand und im Home Office streng verboten. Manche der hippen Kreativen finden das gar nicht witzig.

Managerin Mayer: Ab Juni Anwesenheitspflicht
REUTERS

Managerin Mayer: Ab Juni Anwesenheitspflicht


Hamburg - Der Vorstoß will nicht so recht passen zu einem Unternehmen, das einst ein Start-up war, ein Internet-Pionier, und von dem vor allem die neue Chefin noch immer gern sagt, es sei hip. Und trotzdem: Ab Juni herrscht bei Yahoo Chart zeigen Anwesenheitspflicht. Vorbei die Zeit des Programmierens und kreativen Sich-Austobens im Home-Office oder am Strand. Vorbei die Zeit des mobilen Arbeitens.

Oder Nichtarbeitens. Oder Nicht-so-produktiv-Arbeitens. Das zumindest dachte laut "Business Insider" Marissa Mayer, 37, die Chefin. Und setzte ein Rundschreiben auf.

"Yahoos,

um der absolut beste Arbeitsplatz zu werden, sind Kommunikation und Zusammenarbeit wichtig, also müssen wir Seite an Seite arbeiten. (...) Wir müssen ein Yahoo sein, und das beginnt damit, dass wir physisch zusammen sind."

Ließ Mayer ausrichten - und provozierte einen Sturm der Entrüstung. Viele Mitarbeiter seien unter anderen durch die Verheißungen der mobilen Arbeitswelt zu Yahoo gelockt worden, berichtet das Branchen-Blog All Things Digital. Und regen sich nun auf. Ein "moralischer Killer" sei das, schimpft einer.

Immerhin, eine kleine Hintertür lässt Mayer den Yahoos. Wenn mal der Kabelmann vorbeikomme, heißt es im Rundschreiben, könne man auch mal zu Hause bleiben, freilich. Nach bestem Ermessen, ob das gut fürs Team sei, freilich.

Soll heißen: In Ausnahmefällen sind ausnahmsweise Ausnahmen zulässig. Und die Chefin selbst geht mit bestem Beispiel voran. Als sie vergangenen Herbst ihr erstes Kind zur Welt brachte, fehlte Mayer zwei Wochen. Und saß dann wieder im Büro.

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insgesamt 82 Beiträge
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Seite 1
derlabbecker 26.02.2013
1. es geht ihr...
Zitat von sysopREUTERSYahoo-Chefin Marissa Mayer will die Produktivität des Internetkonzerns mit ungewöhnlichen Methoden steigern: Ab Juni herrscht Anwesenheitspflicht. Programmieren am Strand und im Home Office streng verboten. Manche der hippen Kreativen finden das gar nicht witzig. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/yahoo-mayer-verbietet-mitarbeitern-das-home-office-a-885603.html
... lediglich um Kontrolle. Eine Führungsart aus dem letzten Jahrhundert. Na wenn sie meint, mal gespannt wieviele Leute gehen...
quark@mailinator.com 26.02.2013
2. Lol
Was man damit erreicht, ist das die letzten guten Leute zu Google, Apple, Microsoft oder Facebook gehen. Wer bisher aus Firmentreue blieb, dürfte diesen Mißtrauensantrag zum Anlaß nehmen um Bewerbungen zu verschicken. Was bleibt, sind die Durchschnittstypen, die auch IM Büro nur so halb dabei sind ... Yahoo und Tschüß ...
sprechweise 26.02.2013
3. optional
Wer einen Weg mit Ziel verwechselt, wird scheitern.
Matzescd 26.02.2013
4. fehlte Mayer zwei Wochen. Und saß dann wieder im Büro.
Wozu dann ein Kind? Solche Menschen werde ich nie verstehen. Wenn das Kind nur bei der Nanny aufwächst und Mama es nur schlafend erlebt, weil sie früh geht und spät kommt. Leute, denen Karriere vor Familie geht, sind mir echt zuwider.
chris4you 26.02.2013
5. Frauen sind nun
mal kommunikativer, also müssen das halt alle (Media-Markt-sprech). Neue Welt ade... . Wäre das von einem Chef gekommen, wäre sicherlich der III-Genderkrieg ausgebrochen ;o)... Hoffentlich hat Sie alles durchkalkuliert (Büroräume (Arbeitsplatz), IT-Infrasturktur, Parkplätze bzw. Verkehrsinfrastruktur etc.). In so manchen Unternehmen gibt es gar keine festen Arbeitsplätze mehr, und es sind auch nicht genügend vorhanden, wenn plötzlich alle Mitarbeiter vor Ort sind... Alternativ hätte sich ein Tag pro Woche mit Anwesenheitspflicht angeboten... Nun a, sehen wir es so, neu Besen neue Ideen ;o)... Profilierung muss sein!
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