San Francisco - Der Internetkonzern Yahoo konnte im ersten Quartal den Abwärtstrend stoppen. Das Urgestein der Branche erzielte einen Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar, ein knappes Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg sogar kräftig um 28 Prozent auf unter dem Strich 286 Millionen Dollar, wie das Unternehmen aus dem kalifornischen Sunnyvale am Dienstag mitteilte.
Damit hat der angeschlagene Internet-Konzern die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen, entsprechend stiegen Yahoo-Aktien
nachbörslich um 3,2 Prozent. Haupteinnahmequelle ist wie beim großen Rivalen Google
die Werbung. Der Sprung gelang dem angeschlagenen Internetkonzern allerdings nur, weil seine Beteiligungen sich gut entwickeln. Die Anteilspakete am chinesischen Internetkonzern Alibaba und an Yahoo Japan gelten als Schatz des Konzerns.
Ohne diese Beteiligungen hätte Yahoo einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Die Kosten etwa für Vertrieb und Marketing, die Verwaltung oder die Produktentwicklung waren gestiegen. Der zu Jahresbeginn angetretene Konzernchef Scott Thompson hatte Yahoo erst jüngst ein Sparprogramm verordnet, bei dem rund 2.000 der noch 14.000 Stellen wegfallen.
Thompson gliedert das Unternehmen auch neu und will dabei Nutzer und Werbekunden stärker ins Zentrum stellen. So will er verlorenes Terrain gegenüber Google oder dem sozialen Netzwerk Facebook gutmachen. Die Rivalen hatten sich einen immer größeren Teil am Werbekuchen gesichert. Yahoo war deshalb auch eine Allianz bei der Internetsuche mit dem Software-Konzern Microsoft
eingegangen.
lgr/dpa/Reuters
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