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Bewertungsportal: Yahoo verbündet sich mit Yelp gegen Google

Von Douglas MacMillan und Daisuke Wakabayashi, Wall Street Journal Deutschland

Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Suchtechnologie verbessern Zur Großansicht
REUTERS

Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Suchtechnologie verbessern

Es ist ein Bündnis gegen den großen Konkurrenten Google: Yahoo vereinigt sich mit dem Einkaufs- und Bewertungsportal Yelp, um seine Suchmaschine zu optimieren. Schon in den kommenden Wochen soll die Zusammenarbeit starten.

Yahoo will die lokalen Ergebnisse seiner Suchmaschine verbessern und setzt darum auf Yelp. Bei einem Mitarbeitertreffen sprach Yahoo-Chefin Marissa Mayer über die neue Partnerschaft zwischen dem Internetportal und der Online-Bewertungsseite. Demnach sollen Yelp-Anzeigen und Bewertungen von lokalen Geschäften zukünftig in den Suchergebnissen von Yahoo auftauchen. Das berichtet eine Person, die bei dem Treffen am Freitag anwesend war. Schon in den kommenden Wochen soll das neue Feature implementiert werden, fügte der Insider hinzu.

Mayer hat sich in den vergangenen Monaten darum bemüht, die Suchtechnologie von Yahoo zu verbessern, um den einstigen Internetpionier zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Zusätzliche Inhalte von Yelp könnten dabei helfen, sich stärker von Microsofts Bing zu unterscheiden, mit dem man bei der Suchfunktion eine Partnerschaft unterhält. Außerdem erhofft man sich eine stärkere Position gegenüber Marktführer Google.

Yahoo steckt noch in einem Microsoft-Deal fest

Yelp ist ähnliche Partnerschaften wie mit Yahoo bereits mit Microsoft und Apple eingegangen. Die US-Firmen zeigen in ihren Karten-Apps lokale Geschäfte samt Bewertungen und Fotos an.

Die genauen Details des Yahoo-Yelp-Deals konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. Eine Sprecherin von Yahoo antwortete kurzfristig nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Yahoo steckt bei der Suche derzeit noch in einem 2010 unterzeichneten Deal mit Microsoft fest, den Manager aus dem Umfeld von Mayer als eine Enttäuschung bezeichnet haben. Demnach erhält Microsoft zwölf Prozent der Umsätze, die Yahoo mit Anzeigen generiert, die neben Suchergebnissen angezeigt werden. Es ist unwahrscheinlich, dass Yahoo vor 2015 aus dem Vertrag herauskommt. Das wäre zur Halbzeit der auf zehn Jahre angelegten Partnerschaft.

Originalartikel auf "Wall Street Journal Deutschland"

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insgesamt 23 Beiträge
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1. optional
wakaba 09.02.2014
Link auf Homepage einfügen - mehrere Wochen? Erster Deal kostet 12% und nun gleichzeitig noch ein zweiter Deal der wohl auch noch 10% wegzwackt. Wirtschaftlich macht das weder kurz- noch langfristig Sinn. Fragwürdige und dem Zombie Yahoo wurde der Kopf schon lange weggeschossen. Warum kriecht das Ding noch rum?
2. Never change a running system
qqaayy 09.02.2014
Ich glaube es wäre besser, wenn Yahoo die Finger von den Knöpfen lässt. Bisherige Änderungen, vor allem beim Mailprogramm, hatten katastrophale Folgen für den Nutzer.
3.
alpenkraut 09.02.2014
Mayer ist auf dem richtigen Weg. Sie muss die Suchttechnologie auf's Optimum maximieren.
4. Das wird nichts.....
haltetdendieb 09.02.2014
....Yahoo muss sich andere Felder suchen, um erfolgreich zu sein. Wieso Google so gut da steht und jeden Angriff abwehren kann, weiß ich auch nicht. Aber eins weiß ich: Yahoo sollte die Finger davon lassen. Ab ab sowas von sofort! Sonst wird nur noch viel Geld verbrannt.
5. Yelp und ährliche Rezensionen
Siegfried Zynzek 09.02.2014
Es würde schon eine ganze Menge bringen, wenn die Rezensionen bei Yelp brauchbar wären. Zur Zeit besteht der Verdacht, dass positive Kritiken nur dann freigeschaltet werden, wenn der Restaurantinhaber einen teuren Premiumaccount hat.
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