Angeschlagener Internetkonzern Yahoo verkauft Alibaba-Anteile

Die Beteiligung an Alibaba gilt als Schatz von Yahoo - nun verkauft das angeschlagene Internetunternehmen die Hälfte davon: Der US-Konzern bekommt dafür 7,1 Milliarden Dollar von der chinesischen Internet-Handelsplattform. Das Geld soll an die Yahoo-Aktionäre fließen.

Yahoo-Logo in Santa Monica, Kalifornien: Bis zu fünf Milliarden Dollar in Aktienrückkauf
REUTERS

Yahoo-Logo in Santa Monica, Kalifornien: Bis zu fünf Milliarden Dollar in Aktienrückkauf


New York/Shanghai - Yahoo gibt dem Druck von Analysten nach: Der US-Internetkonzern verkauft seinen 20-prozentigen Anteil an der größten chinesischen Internet-Handelsplattform Alibaba. Käufer der Aktien ist das asiatische Unternehmen selbst.

Das Paket von derzeit insgesamt 40 Prozent zählt zu den Kronjuwelen des Internetpioniers. Der US-Konzern erhalte mindestens 6,3 Milliarden Dollar in bar sowie Alibaba-Aktien für rund 800 Millionen Dollar, teilten beide Unternehmen am Montag mit.

Yahoo kämpft seit Jahren mit Problemen und will den Großteil des Geldes aus dem Verkauf des Alibaba-Anteils in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Bis zu fünf Milliarden Dollar sollen dafür ausgegeben werden. Das chinesische Unternehmen selbst will jetzt an die Börse gehen - gemessen an dem von Yahoo erhaltenen Preis wird Alibaba derzeit mit 35 Milliarden Dollar bewertet.

Analysten hatten Yahoo wiederholt zum Ausstieg aus Alibaba gedrängt. Nach ihrer Einschätzung steckt der Großteil des Wertes von Yahoo in den asiatischen Beteiligungen, ein Verkauf vereinfache die Eigentümerstruktur des US-Konzerns und mache den Wert des Unternehmens für Investoren leichter nachzuvollziehen, sagten sie.

Yahoo hat im vergangenen Jahr im Wettbewerb mit Google um das Anzeigengeschäft im Internet ein Fünftel seines Umsatzes eingebüßt und binnen weniger Monate zwei Konzernchefs gefeuert. Vor kurzem übernahm Ross Levinsohn die Geschäfte.

yes/dpa-AFX/Reuters



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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
blob123y 21.05.2012
1. Yahoo macht so ziemlich alles falsch
Zitat von sysopREUTERSDie Beteiligung an Alibaba gilt als Schatz von Yahoo - nun verkauft das angeschlagene Internetunternehmen die Hälfte davon: Der US-Konzern bekommt dafür 7,1 Milliarden Dollar von der chinesischen Internethandelsplattform. Das Geld soll an die Yahoo-Aktionäre fließen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,834108,00.html
was die koennen. Dabei kann man den Laden relativ einfach "flottmachen" man muss nur auf zwei Sachen setzen und diese forcieren, was das sag ich hier nicht, die sind total "Betriebsblind".
ae1 21.05.2012
2. Freigegeben
zum Ausschlachten wird diese Firma von den kommenden Rettern. Ein paar Middelhoffs. Die werden Millionen Profit herausziehen. Der Laden Yahoo wird nicht mehr flott. Die Firma steht für das Web 1.0.
testthewest 21.05.2012
3.
Zitat von sysopREUTERSDie Beteiligung an Alibaba gilt als Schatz von Yahoo - nun verkauft das angeschlagene Internetunternehmen die Hälfte davon: Der US-Konzern bekommt dafür 7,1 Milliarden Dollar von der chinesischen Internethandelsplattform. Das Geld soll an die Yahoo-Aktionäre fließen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,834108,00.html
Ich habe gerade folgendes gemacht: Ich habe Yahoo! Deutschland (http://www.yahoo.de) und Google (http://www.google.de) eingegeben. Es braucht keine 3 Sekunden um zu wissen, welche Seite man lieber anschaut. Es kann jeder selber überprüfen. Diese Werbungsüberladene Yahoo-Startseite ist einfach wiederlich. Das dieser Umstand den Yahoo-Machern nicht auffällt ist mir ein Rätsel. In Gottes Namen: Kopiert einfach Google! Und wenn ihr ne gute Kopie habt, dann schraubt an Extras.
chrimirk 21.05.2012
4. Das können die US-Boys auch nicht?
Zitat von sysopREUTERSDie Beteiligung an Alibaba gilt als Schatz von Yahoo - nun verkauft das angeschlagene Internetunternehmen die Hälfte davon: Der US-Konzern bekommt dafür 7,1 Milliarden Dollar von der chinesischen Internethandelsplattform. Das Geld soll an die Yahoo-Aktionäre fließen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,834108,00.html
Bislang waren sie ja im Windmaschinen-Blasen super. Statt was zu erzeugen/erstellen/erdenken, "produzierten" sie aus nichts viele Dollar (na ja, verglichen mit dem Dolar-Wert = bedrucktes Papier, war es nicht das Gelbe vom Ei). USA gehen den üblichen Weg der "Großmächte", egal ob Antike, Mittelalter oder Neuzeit. Und das denen die UdSSR seit über 20 Jahren als Feind schlechthin fehlt, war der Anfang vom Ende. Eigentlich schade, USA waren mal für viele so was wie eine Vorlage, wie man es richtig machen soll. Heute taugen die nicht einmal als schlechtes Beispiel.
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