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Aufschwung am Jobmarkt: Zahl der befristet Beschäftigten sinkt

Mann an der Arbeitsagentur Hannover (Archivbild): Weniger befristete Verträge Zur Großansicht
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Mann an der Arbeitsagentur Hannover (Archivbild): Weniger befristete Verträge

Die Qualität der Jobs in Deutschland verbessert sich: Laut Statistischem Bundesamt geht die Zahl der befristeten Verträge deutlich zurück - es gibt weniger Zeitarbeiter und Minijobber.

Hamburg - Die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert sich, die Zahl der Menschen ohne Anstellung lag im Juni bei rund 2,8 Millionen Menschen. Parallel zum Anstieg der Beschäftigung geht auch die Zahl der sogenannten atypischen Arbeitsverhältnisse in Deutschland zurück, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") in ihrer Montagsausgabe.

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts für 2013 waren im vergangenen Jahr im Durchschnitt 2,61 Millionen Arbeitnehmer mit einem zeitlich befristeten Vertrag tätig, schreibt die "FAZ". Das waren 128.000 oder 4,7 Prozent weniger als 2012. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 228.000 oder 0,6 Prozent auf 41,8 Millionen.

Als atypisch bewertet das Statistische Bundesamt zum einen alle Arbeitsverhältnisse, die befristet sind oder deren Wochenarbeitszeit unter 20 Stunden liegt, heißt es in dem Bericht.

Grundlage der neuen Daten ist der jährliche Mikrozensus, eine breit angelegte Befragung von 60.000 Haushalten in ganz Deutschland. Die Zahl der darin erfassten Zeitarbeiter sank beispielsweise um 41.000 auf 704.000, die der Minijobber im Alter zwischen 15 und 65 Jahren ging demnach um 47.000 auf 2,5 Millionen zurück. Ebenso schrumpft die Gruppe jener Selbstständiger, die keine Angestellten haben: um 104.000 auf 2,15 Millionen - und damit deutlich überproportional. Die Zahl der Selbstständigen mit Angestellten nahm im Jahresvergleich um 10.000 auf 1,75 Millionen ab.

Leicht erhöht hat sich den amtlichen Angaben zufolge die Zahl der Teilzeitstellen mit weniger als 20 Stunden Wochenarbeitszeit, berichtet das Blatt. Sie stieg um 28.000 auf 5,05 Millionen. Allerdings erhöhte sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Teilzeitstellen mit einer Arbeitszeit von 20 Stunden deutlich stärker - sie stieg um 144.000 auf 2,9 Millionen.

bos/dpa

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1. Kaffeesatzleserei
MütterchenMüh 04.08.2014
Zitat von sysopDPADie Qualität der Jobs in Deutschland verbessert sich: Laut Statistischem Bundesamt geht die Zahl der befristeten Verträge deutlich zurück - es gibt weniger Zeitarbeiter und Minijobber. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zahl-der-befristet-beschaeftigten-sinkt-aufschwung-am-jobmarkt-a-984299.html
Mikrozensus. Viel zu ungenau. Fördert lediglich das "Kaffeesatzlesen" Da gäbe es sicher genauere Quellen, wie die Minijobzentrale und die Rentenversicherer. Die Qualität der Jobs lässt sich erst beurteilen, weinn man weiß ob ein Job voll Sozialversicherungspflichtig ist oder nicht, oder innerhalb der Gleitzone.
2. Unvollstaendig
jiddhu 04.08.2014
Zitat von sysopDPADie Qualität der Jobs in Deutschland verbessert sich: Laut Statistischem Bundesamt geht die Zahl der befristeten Verträge deutlich zurück - es gibt weniger Zeitarbeiter und Minijobber. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zahl-der-befristet-beschaeftigten-sinkt-aufschwung-am-jobmarkt-a-984299.html
Mir fehlt das Wort Werkvertrag im Text. Ebenso die Themen "Umgehung von Scheinselbstaendigkeit" und "Einklagen in feste Arbeitsverhaeltnisse". Dann bitte noch einmal Schluesse ziehen.
3. Es werden 60.000 ...
neill1983 04.08.2014
Haushalte befragt und man kann daraus für ganz Deutschland dann ausgehen? Super Sache... Glaube keiner Statistik... Neben sind im Monat Juli wieder 39.000 mehr Menschen arbeitslos gemeldet...
4. Unbefristet prekär
abby_thur 04.08.2014
Ich habe vorhin erst auf der Jobbörse der Arbeitsagentur geguckt und finde keine einzige Stelle die unbefristet ist.
5.
Mans Heiser 04.08.2014
Zitat von sysopDPADie Qualität der Jobs in Deutschland verbessert sich: Laut Statistischem Bundesamt geht die Zahl der befristeten Verträge deutlich zurück - es gibt weniger Zeitarbeiter und Minijobber. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zahl-der-befristet-beschaeftigten-sinkt-aufschwung-am-jobmarkt-a-984299.html
Durch welches prekäre Verhältnis wurden diese Stellen denn ersetzt?
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