Expansion Zalando liefert auch nach Tschechien und Irland

Zalando weitet ab Sommer sein Liefergebiet auf Irland und Tschechien aus. Wachstum habe Vorrang vor Ertragskraft, verkündet die Führung des Online-Modehändlers.

REUTERS


Europas größter Online-Modehändler Zalando expandiert in zwei neue Länder. Ab Sommer beliefert das Unternehmen auch Kunden in Irland und Tschechien. Das seien die ersten neuen Märkte seit 2013, teilte der Berliner Onlinehändler mit. Damit beliefert Zalando dann insgesamt 17 Länder.

Bisher zählt der Versandhändler knapp 24 Millionen Kunden - unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Frankreich. Mit den beiden neuen Märkten könnten zusätzlich rund 15 Millionen Menschen erreicht werden, teilte Zalando mit.

Vorstandsmitglied Rubin Ritter kündigte an, Zalando Chart zeigen wolle in den nächsten Jahren das Angebot auf weitere Länder in Europa ausdehnen. Er denke dabei an Portugal oder Osteuropa, sagte Ritter.

Das Unternehmen investiert viel, um sein Wachstum hochzuhalten. "Deswegen sollte in den nächsten Jahren niemand von uns einen deutlichen Ausbau der Profitabilität erwarten", sagte Ritter. Diese Strategie sei mit den Großaktionären abgestimmt. "Es wäre nicht intelligent, sich jetzt nicht mehr aufs Wachstum zu konzentrieren."

Im Modemarkt in Europa würden jährlich 420 Milliarden Euro umgesetzt. Zalando habe einen Marktanteil von etwas mehr als einem Prozent. "Das ist nicht der Punkt, wo man sagt, dass dies ausreicht", sagte Ritter.

Zum Jahresauftakt hat Zalando Verlust gemacht. Die Eröffnung neuer Logistikzentren, Investitionen in den Online-Auftritt und der Ausbau des Sortiments von inzwischen rund 2000 Marken kosten viel Geld. Um in Deutschland und der Schweiz noch mehr Menschen zu erreichen, wird es künftig auch eine englischsprachige Version des deutschen Shops und eine italienische Version des Schweizer Angebots geben.

mmq/Reuters/dpa



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