Jahresgewinn Zalando stellt ein und baut aus

Der Internet-Modehändler Zalando treibt seinen Wachstumskurs voran. Die Gewinne des vergangenen Jahres sollen für Software und neue Kollektionen verwendet werden. Mittelfristiges Ziel: Zehn Milliarden Euro Umsatz.

Zalando-Zentrale in Berlin: Tausende Mitarbeiter gesucht
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Zalando-Zentrale in Berlin: Tausende Mitarbeiter gesucht


Berlin - Nach dem Sprung in die schwarzen Zahlen will der Online-Modehändler Zalando kräftig in neue Shop-Technologien und Eigenmarken investieren. Rund 2000 neue Beschäftigte will das Berliner Unternehmen in diesem Jahr europaweit einstellen, vor allem Sofwareentwickler, aber auch Modedesigner. Ende 2014 beschäftigte Zalando Chart zeigen rund 7600 Mitarbeiter.

"Wir werden jetzt nicht den Fuß vom Gas nehmen, nicht mal ansatzweise", sagte Finanzvorstand Rubin Ritter am Donnerstag während der Vorstellung der Jahreszahlen. Er erwarte aber, dass sich das rasante Wachstum in diesem Jahr leicht verlangsamt. Nach einem Umsatzplus von 26 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro im Vorjahr rechnet Zalando 2015 mit 20 bis 25 Prozent Zuwachs.

Zalando ist seit Herbst an der Börse notiert und hat im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Unterm Strich stand ein Plus von 47,1 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. 2013 war noch ein Verlust von 116,6 Millionen Euro angefallen.

Profitabel war Zalando vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen treibt die europaweite Expansion voran und plant regionale Logistikstützpunkte in Ländern wie Italien und Spanien und in Nordeuropa.

"Wir haben uns für die Champions League qualifiziert", kommentierte Ritter die Geschäftszahlen. Er halte es für möglich, in den nächsten Jahren den Umsatz auf zehn Milliarden Euro zu steigern.

Zalando hat 2014 vor allem vom Weihnachtsgeschäft profitiert. Die Monate Oktober bis Dezember markierten das stärkste Vierteljahr in der Unternehmensgeschichte, wie Ritter hervorhob. Allein dieses Quartal brachte einen Umsatz von 666 Millionen Euro - ein Plus von 21 Prozent.

mik/dpa-AFX



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