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Modekette: Zara-Mutterkonzern macht Milliardengewinn

Zara-Filiale in Barcelona Zur Großansicht
REUTERS

Zara-Filiale in Barcelona

Die Modekette Zara beschert ihrem Mutterkonzern Inditex satte Gewinne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg das Ergebnis um 15 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro. Auch die Frühjahrskollektion kommt offenbar gut an.

Zahlreiche neue Läden, die Stärke seines Flaggschiffs Zara und anziehende Onlineverkäufe haben das Wachstum des spanischen Textilkonzerns Inditex Chart zeigen beschleunigt. Der Umsatz legte im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr um 15 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro zu. Der Gewinn stieg ebenfalls um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Das Unternehmen, zu dem auch Marken wie Massimo Dutti und Bershka gehören, hat seinen Umsatz seit seinem Börsengang 2001 mehr als versechsfacht. Der Aktienkurs zog in der Zeit um mehr als 700 Prozent an. Der Börsenwert betrug zuletzt knapp 92 Milliarden Euro - damit ist der Konzern einer der wertvollsten europäischen börsennotierten Unternehmen. Da Unternehmensgründer Amancio Ortega immer noch rund 59 Prozent der Anteile gehören, ist er einer der reichsten Männer der Welt. Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" führt ihn mit einem geschätzten Vermögen von 67 Milliarden Dollar sogar

an Platz 2 seiner Reichsten-Rangliste.

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Im vergangenen Jahr eröffnete der Konzern 330 neue Läden und ist nun in 88 Ländern mit mehr als 7000 Filialen vertreten. Weil die Spanier im Gegensatz zum schwedischen Hauptkonkurrenten H&M mehr Kleidung in Europa fertigen, profitieren sie vom schwachen Euro und können schneller auf Kundenwünsche reagieren. H&M kauft dagegen den größten Teil der Kleidung in Asien ein.

Wie die gesamte Industrie setzt auch Inditex zunehmend auf den Onlinehandel und will deshalb den Ausbau seines Filialnetzes in den kommenden Jahren etwas langsamer angehen. Bei Neueröffnungen wollen sich die Spanier künftig auf erstklassige Standorte konzentrieren.

Der Start ins neue Jahr ist offenbar schon mal geglückt. Die Frühjahrskollektion kommt bei den Kunden gut an. In den ersten fünf Wochen des Anfang Februar gestarteten Geschäftsjahres seien die Umsätz um 15 Prozent gestiegen. Damit schlugen sich die Spanier besser als H&M, das wegen des ungewöhnlich warmen Winters auf dicken Pullovern und Jacken sitzen geblieben war.

stk/Reuters/dpa-AFX

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insgesamt 8 Beiträge
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1.
acroflyer 09.03.2016
auch dank des "Hungerlohns" für die Verkäuferinnen...
2. toll
diestimmevonunten 09.03.2016
und wo bitte zahlen die ihre steuern.?
3. In Spanien natuerlich
juanth 09.03.2016
Firmensitz ist Spanien und hier zahlt INDITEX auch seine Steuern. Nebenbei: Ortega gilt als sehr wohltaetig und spendet auch mal groessere Summen (vor Weihnachten gingen 250 Millionen u.a. an die Caritas).
4. ...Arteixo
Egbert.Quirl 09.03.2016
Zitat von juanthFirmensitz ist Spanien und hier zahlt INDITEX auch seine Steuern. Nebenbei: Ortega gilt als sehr wohltaetig und spendet auch mal groessere Summen (vor Weihnachten gingen 250 Millionen u.a. an die Caritas).
zumindest in vielen spanischen Medien sieht man das eine oder andere Engagment kritisch, Kommentare z.B. auf el.pais zu den Spenden sprechen eine andere Sprache. Nebenbei sind trotz Firmensitz Spanien etliche Aktivitäten ausgelagert, der gesamte bereich e-commerce ist schon lange in Irland "beheimatet", mit den netten steuerlichen Schmankerln inclusive. ......und in Spanien selbst wird Inditex steuermässig mehr als bevorzugt behandelt, weit unter dem üblichen Regelsatz von spanischen Firmen, daraus macht auch keiner ein Geheimnis.
5.
Vermeer79 09.03.2016
Zitat von acroflyerauch dank des "Hungerlohns" für die Verkäuferinnen...
Inditex zählt zu den "Großen Drei" neben Nike und Adidas bei den Modefirmen. Fast alle Produkte (Zara, - Home, Pull & Bear) sind im niedrigsten bzw. unteren Mittelpreissegment angesiedelt. Einzig das Label "Uterqüe" ist meines Wissens im höheren Preissegment angesiedelt (wer's besser weis, bitte korrigieren). Gerüchte über Sklavenarbeit in brasilianischen Zulieferfirmen in 2011 wurden bestraft, gemessen an der oben genannten Zahl aber immer noch lächerlich. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsbedingungen-in-brasilien-zaras-sklaven-1.1241679 Allerings ist auch dieser Fall mit Hungerlöhnen noch harmlos. Gemessen an dem was die Doku "Mode zum Wegwerfen - Das Prinzip PRIMARK" gezeigt wird.
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