Währungsskandal Fünf Banken müssen Milliardenstrafen zahlen

Wegen Tricksereien am Devisenmarkt haben US-Justizbehörden fünf Großbanken zu Strafen in Höhe von insgesamt 5,7 Milliarden Dollar verurteilt. Händler sollen Währungskurse manipuliert haben.

Londons Finanzviertel: Händler sollen gemeinsam Währungskurse manipuliert haben
REUTERS

Londons Finanzviertel: Händler sollen gemeinsam Währungskurse manipuliert haben


Insgesamt 5,7 Milliarden Dollar (rund fünf Milliarden Euro) müssen fünf internationale Großbanken als Strafe zahlen, weil sie in einen Währungsskandal verwickelt sind. Betroffen sind JP Morgan, Barclays, Royal Bank of Scotland (RBS) und Citigroup sowie die Schweizer Großbank UBS.

Devisenhändler der Institute sollen durch gemeinsame Tricksereien Wechselkursentwicklungen manipuliert haben.

Auf die amerikanischen Institute JP Morgan Chart zeigen und Citigroup Chart zeigen entfallen demnach 550 Millionen beziehungsweise 925 Millionen Dollar, auf die britischen Rivalen Barclays Chart zeigen und RBS 650 Millionen sowie 395 Millionen Dollar. Die Schweizer UBS Chart zeigen muss eine Strafe von 545 Millionen Dollar entrichten. Hier sind allerdings auch Bußen für andere Verfehlungen enthalten.

In der Gesamtsumme von 5,7 Milliarden Dollar sind 1,6 Milliarden Dollar an weiteren Strafen enthalten, die von der US-Notenbank verhängt wurden, sowie zusätzliche 1,3 Milliarden Dollar, die an weitere Behörden aus den USA und Großbritannien gehen.

Die fünf Banken haben sich mit dem Vergleich nunmehr auch mit dem US-Justizministerium geeinigt. Bereits im November hatten mehrere Institute einen Deal im Volumen von 4,3 Milliarden Dollar mit anderen internationalen Aufsichtsbehörden geschlossen.

kpa/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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wibo2 20.05.2015
1. Deutsche Banken sind nicht dabei. Wieso eigentlich nicht?
"Händler sollen Währungskurse manipuliert haben. Insgesamt 5,7 Milliarden Dollar (rund fünf Milliarden Euro) müssen fünf internationale Großbanken als Strafe zahlen, weil sie in einen Währungsskandal verwickelt sind. Betroffen sind JP Morgan, Barclays, Royal Bank of Scotland (RBS) und Citigroup sowie die Schweizer Großbank UBS." (SPON) Immer mehr Manipulationen von Währungskursen durch Banker werden erkannt. Seit Jahrzehnten streichen die Banken Milliarden ein durch Wetten gegen ihre eigenen Kunden. Den Nachteil tragen immer die Anleger, die den Banken ihr Geld anvertrauten. Das ist moralisch verwerfliches Tun! Die Banker sollen sich schämen.
tre.2013 20.05.2015
2. Wieviel Gewinn
Die Höhe der Strafe ist doch nur im Zusammenhang mit dem Gewinn aus dem Betrug interessant. Wenn der Betrug ein Vielfaches der Strafe eingebracht hat ist diese auch in dieser Höhe noch zu gering. So ist das nur eine große Zahl ohne Aussage.
hevopi 21.05.2015
3. Ich vermisse immer noch Berichte
über die Verursacher dieser kriminellen Handlungen. Die müssen doch mindestens so, wie ein normaler Bankräuber verurteilt werden und das erschwindelte Vermögen beschlagnahmt werden.
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