Staatliche Fluglinie: Cyprus Airways steht vor der Pleite

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Flugzeug von Cyprus Airways landet in Frankfurt: Der staatlichen Fluglinie droht das Aus

Die Zypern-Krise bedroht die Realwirtschaft: Ohne Millionenunterstützung vom zyprischen Staat steht die defizitäre staatliche Fluglinie Cyprus Airways vor dem Bankrott. Verbietet die Troika die Finanzspritzen, könnten über 1000 Beschäftigte ihren Job verlieren.

Nikosia - Zyperns staatlicher Fluggesellschaft Cyprus Airways droht das Aus - falls der Staat nicht mit Millionen-Zuschüssen aushilft. Dies berichtet die zyprische Zeitung "Fileleftheros".

Demnach legten die Minister für Verkehr, Handel und Arbeit dem Kabinett drei Szenarien über die Zukunft der angeschlagenen Airline vor: Die sofortige Stilllegung des Unternehmens, die Abwicklung nach der Urlaubssaison im Sommer und die Fortsetzung des Flugbetriebs. Letzteres würde allerdings neben der Entlassung von 560 Beschäftigten, Gehaltskürzungen und der Verkleinerung der Flotte auch Finanzspritzen von 83,2 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre erfordern.

Ob die internationalen Kreditgeber des Krisenstaates dem zustimmen würden, ist fraglich. Schon vor der aktuellen Krise war Cyprus Airways defizitär: Für das Geschäftsjahr 2011 wies das Unternehmen einen Verlust von mehr als 20 Millionen Euro aus. Die Fluglinie gehört zu rund 70 Prozent dem zyprischen Staat und hatte 2011 noch mehr als 1200 Beschäftigte.

Die Stilllegung der angeschlagenen Cyprus Airways stand schon Anfang 2011 auf der Tagesordnung. Damals konnte sie vor allem dank der Zuschüsse des zyprischen Staates in Höhe von jährlich 20 Millionen Euro verhindert werden. Die Finanzspritzen bekam die Gesellschaft als Ausgleich für die Umwege, die ihre Maschinen fliegen müssen, weil sie keine Überflugrechte von der Türkei bekommt, berichtete das Branchenportal "airliners.de" .

ade/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Wirtschaft
darthmax 04.04.2013
Früher war es ein nationales Image, über eine nationale Airline zu verfügen. Das hat sich dank internationalen Wettbewerbs überlebt. Ratschlag : die Airline verkaufen, dann kann der Rest der Belegschaft gehalten und vom neuen Eigentümer bezahlt werden. Wo ist also das Problem ?
2.
nick999 04.04.2013
Zitat von sysopDPADie Zypern-Krise bedroht die Realwirtschaft: Ohne Millionenunterstützung vom zyprischen Staat steht die defizitäre staatliche Fluglinie Cyprus Airways vor dem Bankrott. Verbietet die Troika die Finanzspritzen, könnten über 1000 Beschäftigte ihren Job verlieren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zyperns-fluglinie-cyprus-airways-steht-vor-der-pleite-a-892586.html
Wird die Gesellschaft gestützt, reißt sie andere heute wirtschaftliche Gesellschaften durch unterfinanzierte Tickets ebenfalls in den Abgrund, die dann auch gestützt werden müssen.
3. potzblitz
leser47116352 04.04.2013
und da haben wir doch gedacht, nun gehts wieder bergauf... uiuiui ... da muss mutti ihre geldboerse wohl doch noch mal bereithalten. so wie in griechenland als die hoehe des bedarfs mehrfach nach oben korrigiert wurde. das ist alles ein fass ohne boden, eine absolute geldverbrennungsanlage, wird zeit das dem ein ende gesetzt wird.
4.
Wollilein 05.04.2013
Zitat von darthmaxFrüher war es ein nationales Image, über eine nationale Airline zu verfügen. Das hat sich dank internationalen Wettbewerbs überlebt. Ratschlag : die Airline verkaufen, dann kann der Rest der Belegschaft gehalten und vom neuen Eigentümer bezahlt werden. Wo ist also das Problem ?
Genau! Da ist kein Problem ! Die Investoren werden Schlange stehen. Wann wird es schließlich nochmals eine Gelegenheit geben in eine defizitäre Fluggesellschaft zu investieren, die bisher nur mit staatlichen Geldern -also aus politischen Gründen- lebensfähig war ? Und erst die Heimatdestination, welch Charme und internationale Visitenkarte sich da erst auftut, wenn Nikosia erst DIE Drehscheibe im Südeuropäischen Raum geworden ist ? Ich bewundere Ihren pragmatischen Optimismus :-)
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