Urteil EuGH bestätigt Millionenstrafe gegen Volkswagen

Vor dem europäischen Gerichtshof hatte sich Volkswagen gegen eine Millionenbuße der EU-Kommission zu wehren versucht - ohne Erfolg. Die Richter entschieden jetzt endgültig, dass der Konzern zahlen muss.


Gebietsanschottung verstößt gegen Wettbewerbsregeln: VW-Konzern-Chef Bernd Pischetsrieder während der Vorstellung des neuen VW Golf
DPA

Gebietsanschottung verstößt gegen Wettbewerbsregeln: VW-Konzern-Chef Bernd Pischetsrieder während der Vorstellung des neuen VW Golf

Luxemburg/Brüssel - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) bestätigte am Donnerstag nach Angaben einer Sprecherin eine entsprechende Entscheidung in erster Instanz. Die Rechtsmittel von VW seien abgewiesen worden, sagte die Sprecherin in Luxemburg.

Die Europäische Kommission hatte den Wolfsburger Autokonzern zunächst mit einer damaligen Rekordgeldstrafe von 102 Millionen Euro belegt, weil VW und Audi nach Ansicht der EU-Wettbewerbshüter den Verkauf ihrer Fahrzeuge in Italien an nicht Ortsansässige sowie fremde Händler verhindert haben. Das Europäische Gericht Erster Instanz (EuGeI) hatte das ursprünglich verhängte Bußgeld dann auf 90 Millionen Euro herabgesetzt.

Die Entscheidung hat aber keine Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns. Es seien bereits Rückstellungen gebildet worden, sagte ein Sprecher am Donnerstag.



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