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US-Immobilienkrise: Goldman Sachs errechnet Billionen-Lücke für Kreditmarkt

Mit einer ersten überschlägigen Rechnung zu den Folgen der US-Immobilienkrise hat die Investmentbank Goldman Sachs die Finanzmärkte aufgeschreckt. Danach wird der Ausfall der Hypotheken dazu führen, dass Kredite im Wert rund zwei Billionen Dollar zurückgehalten werden.

London – Die Summe basiert auf der Schätzung, dass der Schaden durch faule Hypothekenkredite sich bisher auf etwa 400 Milliarden Dollar beläuft. Für jeden abgeschriebenen Dollar aber würden Banken und Hedge-Fonds, die ihre Investition über Fremdkapital gestemmt hätten, etwa zehn Dollar zurückhalten, schreibt US-Chefvolkswirt von Goldman Sachs Chart zeigen, Jan Hatzius in seinem Bericht an die Goldman-Sachs-Kunden.

Wenn diese Investoren nun von den Gesamtschäden von etwa 400 Milliarden Dollar ungefähr 200 Milliarden Dollar abschreiben müssten, würden sie ihre eigene Kreditvergabe um bis zu zwei Billionen Dollar reduzieren.

"Die volkswirtschaftlichen Konsequenzen könnten ziemlich dramatisch sein", schreibt Hatzius weiter. Wenn der Engpass innerhalb eines Jahres auflaufe, könnte die Folge eine "ernste Rezession" sein.

Wenn er sich dagegen über zwei bis vier Jahre hinziehe, müsste man immer noch mit einer langen Phase niedrigen Wachstums rechnen. Die Unsicherheit darüber sei sehr groß. Die Krise auf dem Hypothekenmarkt sei deshalb "eine volkswirtschaftlich viel größere Gefahr als allgemein angenommen", bilanziert der Analyst.

mik/Reuters

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