US-Investorenlegende Buffetts Firma scheffelte 2006 elf Milliarden Dollar

Warren Buffett ist nicht umsonst die Legende unter den Investoren: Die Holdingfirma Berkshire Hathaway des 76-Jährigen hat 2006 satte elf Milliarden Dollar Gewinn gemacht.


Omaha - Den riesigen Gewinn, der den Vorjahresüberschuss von 8,3 Milliarden um fast 30 Prozent übertrifft verdankt die Firma vor allem ihren Versicherungstöchtern. Dies hat das in Omaha im Bundesstaat Nebraska ansässige Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt. Berkshire profitierte in großem Stil von den ausgebliebenen Hurrikans im vergangenen Jahr.

Warren Buffett: Spendete sein Vermögen schon für einen guten Zweck
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Warren Buffett: Spendete sein Vermögen schon für einen guten Zweck

Die Gewinne waren 2004 und 2005 durch die amerikanische Hurrikan-Serie stark belastet worden. Berkshire hatte danach die Versicherungen stark verteuert. Berkshire kontrolliert auch große Energieunternehmen sowie dutzende Einzelhandels- und Großhandels-, Bekleidungs-, Restaurant-, Baumaterial-, Schmuck- und andere Firmen. Außerdem verfügt die Gesellschaft über riesige Aktienpakete von Großkonzernen wie Coca-Cola und Anheuser-Busch. Der Jahresgewinn pro Aktie stieg von 5538 Dollar in 2005 auf 7144 Dollar.

Bei der Berkshire-Aktien hat es seit der Gründung der enorm erfolgreichen Investmentfirma in den sechziger Jahren nie einen Aktiensplit gegeben. Sie notierte gestern mit dem enormen Kurs von 106.600 Dollar um 410 Dollar höher. Es ist die einzige amerikanische Aktie, die einen Kurs von mehr als 100.000 Dollar hat.

Die Berkshire-Aktien haben einen Gesamtwert von mehr als 164 Milliarden Dollar. Sie haben viele Aktionäre zu Multimillionären gemacht. Firmengründer Buffett ist mit einem Vermögen von 46 Milliarden Dollar nach Microsoft-Gründer Bill Gates, der 53 Milliarden Dollar sein Eigen nennt, zweitreichster Mann der Welt. Er hat einen erheblichen Teil seines Vermögens der Stiftung von Bill und Melinda Gates sowie Stiftungen seiner Kinder zugesagt.

Der Gewinn fiel im Schlussquartal 2006 von 5,1 Milliarden im Vorquartal auf 3,6 Milliarden Dollar oder 2323 Dollar je Aktie, da es im Vorjahr einen Milliarden-Sondergewinn durch den Verkauf einer Beteiligung an dem Rasierklingen- und Batteriehersteller Gillette gegeben hatte.



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