New York - Carlos Slim investiert in die "New York Times". Der mit einem Vermögen von etwa 60 Milliarden Dollar zweitreichste Mann der Welt besitzt nun einen Anteil von 6,4 Prozent an dem traditionsreichen US-Verlag, wie aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht hervorging.
Auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt erklärte Slim, die Investition habe rein finanzwirtschaftliche Gründe. Über den Preis seines Engagements machte der Milliardär keine Angaben. Eine Sprecherin des Verlags lehnte eine Stellungnahme ab.
Die New York Times Company wird von der Familie Ochs-Sulzberger mittels Sonderrechtsaktien kontrolliert. In diesem Jahr war mit Harbinger Capital Partners bereits ein zweiter Großinvestor bei dem Verlagshaus eingestiegen, der auch den "Boston Globe" und mehrere kleinere Tageszeitung in den USA herausbringt.
Der New Yorker Medienkonzern sah sich zuletzt immer wieder mit Übernahmegerüchten konfrontiert. Verluste und Umsatzeinbrüche hatten den Aktienkurs abstürzen lassen und die Spekulationen um einen möglichen Verkauf angeheizt. Unter anderem wurden New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg und der Fonds-Manager Warren Buffett als mögliche Investoren genannt. Der Ochs-Sulzberger-Clan dementierte dagegen stets, sich von dem Engagement trennen zu wollen.
suc/Reuters
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