Verdacht Mercedes-Mitarbeiter sollen absichtlich Autos beschädigt haben

Kurioser Verdacht bei Daimler: Mercedes-Angestellte sollen Fahrzeuge beschädigt haben, um einer Drittfirma Reparaturaufträge zuzuschanzen. Im Gegenzug soll es Fußballkarten und Potenzpillen gegeben haben.


München - Gegen drei Mercedes-Mitarbeiter werde wegen Korruptionsverdachts ermittelt, sagte ein Daimler-Sprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE. Zu Details wollte er sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

Lackkontrolle im Mercedes-Werk Sindelfingen: Oberflächen zerkratzt, Schrauben gelockert
AP

Lackkontrolle im Mercedes-Werk Sindelfingen: Oberflächen zerkratzt, Schrauben gelockert

Das Magazin "Focus" hatte berichtet, dass es sich um Mitarbeiter des Mercedes-Werks in Sindelfingen handelt. Sie sollen in der Abteilung Qualitätssicherung absichtlich Neuwagen beschädigt haben, um einer Nacharbeitsfirma Aufträge zuzuschanzen.

Dem Trio wird vorgeworfen, sie hätten bei den Baureihen der C-, E- und S-Klasse Oberflächen zerkratzt, Schrauben und Schellen gelockert oder Flüssigkeiten in Bremsleitungen gespritzt. Anschließend sollen sie den externen Dienstleister angeheuert haben, der die Reparatur übernahm.

Als Gegenleistungen für die Aufträge sollen sie teure Hotelaufenthalte, Reisen mit Musical-Besuch, Fußball-Saisonkarten, günstige Testautos oder Potenzmittel erhalten haben. Der Schaden soll im hohen Millionen-Euro-Bereich liegen.

suc/AP/ddp



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