Verfassungsgerichtsurteil Private Kassen müssen auch Kranke aufnehmen

Die Gesundheitsreform ist rechtens: Die privaten Krankenkassen müssen einen Basistarif für alle anbieten, hat das Verfassungsgericht entschieden. Aber was heißt das für die Patienten? SPIEGEL ONLINE analysiert die Folgen des Urteils.


Hamburg - Das Urteil war eindeutig: Die Gesundheitsreform der Großen Koalition verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Private Krankenversicherungen müssen nun auch Alte und Kranke aufnehmen. Doch was heißt das für die Patienten? Werden private Krankenkassen jetzt teurer?

Tabletten und Pillenkapseln: Eindeutiges Urteil zugunsten der Gesundheitsreform
DDP

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Fest steht: Die Unternehmen müssen - wie von der Regierung vorgesehen - einen Basistarif für alle anbieten. Dieser kostet rund 570 Euro im Monat. Viel Geld, aber auch nicht mehr, als Gutverdiener in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen. Die Leistungen des Basistarifs sollen ebenfalls denen der gesetzlichen Versicherung entsprechen.

Ist das Karlsruher Urteil gerecht? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen.



Forum - Private Krankenversicherung für alle - der richtige Weg?
insgesamt 681 Beiträge
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fx33 10.06.2009
1.
Zitat von sysopNiederlage für die privaten Krankenkassen: Wer krank ist oder den Versicherern aus anderen Gründen nicht passte, durfte von ihnen bisher abgewiesen werden. Doch das ist jetzt nach dem Verfassungsgerichts-Urteil vorbei. PKV für alle - die richtige Idee?
Der einzige finanzierbare und zukunftssichere Weg ist ein solidarisches Basissystem, in das JEDER nach seiner Leistungsfähigkeit Beiträge zahlt, und zwar ohne Deckelung durch eine Beitragsbemessungsgrenze. Wer Leistungen darüber hinaus erhalten will, soll sich privat zusätzlich versichern.
Optimisten, 10.06.2009
2.
Zitat von sysopNiederlage für die privaten Krankenkassen: Wer krank ist oder den Versicherern aus anderen Gründen nicht passte, durfte von ihnen bisher abgewiesen werden. Doch das ist jetzt nach dem Verfassungsgerichts-Urteil vorbei. PKV für alle - die richtige Idee?
es war klar, dass das Urtetil so ausgehen wird, da im BVErVG genauso Politiker sitzen wie im Bundestag - und das Thema war dann dennen wohl doch zu heiss. Schade, denn so wird ein Zustand zementiert, der nicht risikoadäquate Beiträge, die zukunftsfähig sind, sondern Beiträge nach politischer Stimmemlage festlegt - siehe Rentenkassen - das wird uns in Zukunft noch viel Ärger machen.
Klaus.G 10.06.2009
3. Grundsätzlich richtig.....
aber die Probleme nicht gelöst. Was nützen Versicherungspflicht per Gesetz für jeden, wenn er kein Einkommen bzw. nur ein geringes Einkommen hat. Hier ist mit heißer nadel gestrickt worden, das Problem der Beitragszahlung für Menschen ohne Einkommen wurde von der Politik schlicht ignoriert. Immer mehr Krankenkassen beklagen sich über Beitragsrückstände der Mitglieder, warum wohl?
Robert Nozick, 10.06.2009
4.
Gesundheit ist ein knappes Gut das nach dem ökonimischen Prinzip bewirtschaftet werden sollte
manuelajaeger 10.06.2009
5.
Zitat von sysopNiederlage für die privaten Krankenkassen: Wer krank ist oder den Versicherern aus anderen Gründen nicht passte, durfte von ihnen bisher abgewiesen werden. Doch das ist jetzt nach dem Verfassungsgerichts-Urteil vorbei. PKV für alle - die richtige Idee?
Das ist absolut richtig so. Alles andere ist zwei Klassen Gesellschaft. Menschen mit cronischer Erkrankung, egal welcher Form haben keine Chance reinzukommen, obwohl es vielleicht aus verschiedenen Grúnden günstiger fúr sie wäre.
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