Verlustbringer DSW präsentiert die 50 schlechtesten AGs

Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) hat eine Negativliste deutscher Aktiengesellschaften vorgestellt. Aufgeführt sind die 50 Unternehmen, deren Aktienkurse in den vergangenen drei Jahren am stärksten zurückgegangen sind.


Düsseldorf - Die DSW hat die Münchner Schaltbau zur schlechtesten Aktiengesellschaft gekürt. Wer Ende 1996 Schaltbau-Aktien gekauft habe, habe bis Ende 1999 einen Kursrückgang von 81 Prozent hinnehmen müssen, sagte der nordrhein-westfälische Landesgeschäftsführer der DSW, Thomas Hechtfischer. Auf Rang zwei der "50 größten Vernichter von Aktionärsvermögen" rangiert der Gerüsthersteller plettac AG, Plettenberg. Auf Position drei folgt die Kaufring AG, Düsseldorf, bei der Hechtfischer schwere Managementfehler ausmachte.

Neben dem rheinischen Großhändler seien mit Hirsch, Sero und Lösch weitere Gesellschaften auf der Watchlist, deren Vorstandsentscheidungen kritisch hinterfragt werden müssten. Bei anderen Unternehmen auf der Liste hätten Vorstand und Aufsichtsrat gut gearbeitet, aber die schwierige Marktlage die Ergebnisse und damit auch den Kurs belastet, erläuterte Hechtfischer.

Darüber hinaus gebe es auch Gesellschaften wie beispielsweise die Kampa-Haus AG, Minden, die durchaus erfolgreich seien und gute Gewinne erzielten. Hier wolle die DSW auf den Hauptversammlungen nachhaken, ob als Ursache für die Kursverluste eine mangelnde Öffentlichkeitsarbeit oder schlechte Investor Relations in Frage kämen. Hechtfischer bezeichnete es als Hoffnungsschimmer, dass 37 Unternehmen auf der Liste des Vorjahres in der aktuellen Aufstellung nicht mehr vertreten seien, so auch die drei Spitzen von 1998, die Pinguin Haustechnik AG, Hamburg, die Elektra Beckum AG, Meppen, und die Ymos AG Industrieprodukte, Obertshausen.



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