Versicherung: Allianz BKK und Kaufmännische Krankenkasse fusionieren
Noch eine Kassenfusion: Die Kaufmännische Krankenkasse KKH und die Allianz BKK haben für das kommende Jahr einen Zusammenschluss angekündigt. Künftig sollen in der "KKH Allianz" rund zwei Millionen Menschen versichert sein. "Betriebsbedingte Kündigungen" werde es nicht geben.
Berlin - Unter den deutschen Krankenkassen steht im nächsten Jahr eine weitere große Fusion an. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) als viertgrößte bundesweite Kasse und die Betriebskrankenkasse (BKK) der Allianz kündigten am Montag an, sich zum 1. April 2009 zusammenzuschließen.
Versichertenkarte: Bündnisse bei den Krankenkassen
Zugleich soll das Bündnis den Grundstein für eine Kooperation mit der Allianz Private Krankenversicherung bieten. Sie soll für die gesetzlich Versicherten Zusatzangebote bereitstellen. Diese dürften die Mitglieder beider Kassen bereits ab dem 1. Januar in Anspruch nehmen.
Mit Einführung des umstrittenen Gesundheitsfonds gilt für die mehr als 200 gesetzlichen Krankenkassen bundesweit der gleiche Beitragssatz. Der Finanzpool verteilt die Gelder je nach Zahl und Gesundheitszustand der Versicherten. Ziel ist, dass sie untereinander nicht mehr um den niedrigsten Beitragssatz, sondern um Qualität und Angebote für die Versicherten konkurrieren.
"Der Erfolg einer Kasse wird zunehmend davon abhängen, wie gut sie mit gezielten Angeboten und überzeugendem Service die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden erfüllt", sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit. Marktstärke, Verhandlungsmacht und der Verbund mit einem Kooperationspartner spielten hierbei eine wichtige Rolle. Vergangene Woche hatten die Techniker Krankenkasse (TK) und die IKK-Direkt angekündigt, zur größten deutschen Kasse mit mehr als sieben Millionen Versicherten fusionieren zu wollen.
Die BKK Allianz ist bereits seit 2001 für alle gesetzlich Krankenversicherten geöffnet und kooperiert schon jetzt eng mit der privaten Krankenversicherung der Allianz, die rund 2,4 Millionen Kunden hat. Die Vorstände aller drei Versicherungen teilten mit, betriebsbedingte Kündigungen werde es im Rahmen der Fusion nicht geben.
kaz/Reuters
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