Vodafone Einheitstarif für Europa

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone will laut Europachef Julian Horn-Smith einen flächendeckenden Einheitstarif für Mobilfunkgespräche in Europa einführen. Dieser werde den Kunden "deutliche Ersparnisse bringen".


Hamburg - Innerhalb des nächsten Jahres solle der Tarif stehen, sagte Horn-Smith, der auch Leiter von Mannesmann ist, in einem Interview mit dem Hamburger "manager magazin". Die Präsenz in weiten Teilen Europas ermögliche dem Konzern einen solchen Schritt.

Zur Zukunft des Traditionsnamens Mannesmann wollte sich Horn-Smith nicht eindeutig äußern. "Das ist eine sehr emotionale Frage. Der Name Mannesmann steht für eine großartige Firma. Wir werden diese Angelegenheit mit sehr viel Feingefühl behandeln." Erhalten wolle Vodafone bekannte nationale Dachmarken wie D2 in Deutschland oder Omnitel in Italien.

Da Deutschland der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt in Europa sei, werde Düsseldorf - neben dem britischen Newbury - die zweite Europazentrale des Konzerns bleiben.

Über die Zukunft der Festnetzgesellschaft Arcor habe die Konzernführung nach Angaben von Horn-Smith noch nicht entschieden. Zur Diskussion stehe ein Teilbörsengang, wozu die Deutsche Bank wie auch die Deutsche Bahn, die zusammen 26 Prozent an Arcor halten, ihr Interesse signalisiert hätten. Auch der Verkauf sei nicht völlig ausgeschlossen.

Auf die Frage nach Konkurrenten erwähnte der Leiter von Mannesmann die Deutsche Telekom nicht. Der größere Rivale wird offensichtlich in France Télécom gesehen.



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