Lkw-Sparte an die Börse Volkswagen will bis zu sieben Milliarden Euro einnehmen

Der neue VW-Konzernchef Herbert Diess will das Lastwagengeschäft an die Börse bringen. Die Anteilsverkäufe sollen nach SPIEGEL-Informationen mehrere Milliarden Euro einspielen.

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Der Volkswagen-Konzern will sein Lastwagengeschäft mit MAN, Scania und den Nutzfahrzeugen als eigenes Unternehmen an die Börse bringen. Nach SPIEGEL-Informationen wird der Konzern bis zu 25 Prozent der Anteile verkaufen, die Mehrheit jedoch behalten. Der Anteilsverkauf würde sechs bis sieben Milliarden Euro in die Kasse spülen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Die Abspaltung ist Teil eines größeren Konzernumbaus, den Volkswagen auf seiner Aufsichtsratssitzung am Donnerstag beschlossen hat. Außerdem soll das Pkw-Geschäft in die Markengruppen Volumen (Volkswagen, ŠSkoda, Seat), Premium (Audi) und Super-Premium (Porsche, Bentley, Lamborghini, Bugatti) aufgeteilt werden.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass der bisherige Konzernchef Matthias Müller durch den bisherigen VW-Markenchef Diess ersetzt werden soll. Nach SPIEGEL-Informationen wurde Müller unter anderem vorgehalten, die zwölf Konzernmarken nicht aufeinander abgestimmt zu haben. So seien dem Konzern mögliche Kostenersparnisse in Milliardenhöhe entgangen.

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insgesamt 15 Beiträge
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Analog 13.04.2018
1. Macht Sinn.
Speziell bei VW Nutzfahrzeuge, herrscht oft beim Hersteller ein PKW Denken und die Marke wird geführt, wie das fünfte Rad am Wagen. Bei der Mutter VW sind nur Stückzahlen relevant.
Zäsus 13.04.2018
2. Milliarden
Ja stimmt, Geld ist ja kaum noch da, VW nagt am Hungertuch, schnell umstellen und mehr Gewinn einfahren. Systemrelevante Industrie, Jobs, Angst, Subventionen, Lobbyhure, Steuergelder. Ganz gleich was VW alles an PR zaubert, das Vertrauen ist massiv verspielt, der Volkswagenkonzern solange keine Kauf-/Gebrauchtoption mehr, bis Demut und profitgieriges Verbrechen an der Umwelt geahndet wird. Und zwar suche ich nicht "den Schuldigen", sondern tausche zudem das Wort gegen "Verantwortung". So wie Frau Park einfahren kann nach der Amtszeit, sollte sich eine frau Merkel über den Betrug nocheinmal besonders Gedanken machen.
noalk 13.04.2018
3. Mal sehen, ...
... was nach Diess, der ja auch irgendwann abtreten wird, kommen wird. Bei solchen Konzernumbauten muss ich immer an die Telekom denken, bei der jeder neue Vorstandsvorsitzende erstmal den Konzern umgebaut hat. Rin in die Kartoffeln, raus ...
joG 13.04.2018
4. Ob das nun operativ....
...gut oder schlecht ist sei dahingestellt. Vw braucht Geld, wenn es die Privatmenschen in Deutschland entschädigen sollte müssen.
redneck 13.04.2018
5.
Der Nutzfahrzeug Markt wird von japanischen, US, indischen und chinesischen Unternehmen dominiert. Trucks kauft man besser bei Mitsubishi. Wer Canter einsetzt - liebt die Dinger. China trucks sieht man ueberall auf der Welt. Autonome E-Schlepper wies Tesla vormacht sind fast fertig. Man wird merken das der Kostenvorteil (grosser Truck) nicht mehr gilt sondern 3 Autonome E-LT viel flexibler einsetzbar sind bei tieferen Kosten. Fahrerkosten fallen weg. Scania, Man und VW LT sind Marktanomalien. Diess will diese unreformierbare Fehlentwicklung ohne Zukunft aus dem Konzern raushaben und fuer den aufgehuebschten Ramsch ist die Boerse der richtig Ort.
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