Vorwurf der Hehlerei Ermittlungen gegen Ebay-Käufer

Drei, zwei, eins - doch nicht meins. Wer bei Ebay einkauft, kann Ärger mit dem Staatsanwalt bekommen. Bundesweit wird gegen 280 Ebay-Käufer ermittelt. Sie hätten merken müssen, dass sie geklaute Ware ersteigert haben, heißt es.


Bielefeld - Die Staatsanwaltschaft Bückeburg ermittelt bundesweit gegen 280 Personen, die über das Auktionshaus Ebay Werkzeuge wie Maulschlüssel oder Gewindeschneider ersteigert haben. Das Werkzeug stammt offenbar aus dem VW-Werk in Hannover, sagte Staatsanwältin Julia Bauer dem Bielefelder "Westfalen-Blatt".

Ebay-Logo: Mindestgebot von einem Euro
DDP

Ebay-Logo: Mindestgebot von einem Euro

Ein Mitarbeiter des Autobauers soll das Werkzeug im großen Stil auf VW-Rechnung gekauft und über einen Mittelsmann bei Ebay versteigert haben. Gegen den Hauptverdächtigen ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft Hannover. Gegen die Käufer hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg Ermittlungsverfahren wegen Hehlerei eingeleitet.

Die neuen und originalverpackten Werkzeuge seien bei Ebay zu einem Mindestgebot von einem Euro angeboten worden. Deshalb hätten die Käufer Verdacht schöpfen müssen, sagte Staatsanwältin Bauer. Zwar hätten die Werkzeuge letztlich Preise knapp unter dem Listenpreis erzielt, doch der schließlich erreichte Preis sei unerheblich, erklärte die Ermittlerin.

Ebay-Sprecherin Maike Fuest widersprach dem. Sie sagte der Zeitung, es sei üblich, die Auktionen selbst teurer Waren bei einem Euro beginnen zu lassen. Daraus könne nicht auf gestohlene Ware geschlossen werden. Der Fall war aufgeflogen, weil ein Werkzeughersteller seine Produkte in großer Zahl bei Ebay entdeckt hatte.

wal/AFP



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