Von Axel Bojanowski, Cinthia Briseño und Yasmin El-Sharif
Hamburg - Das Chaos in Europa war komplett: Knapp eine Woche stand der Flugverkehr weitgehend still, weil der isländische Gletschervulkan Eyjafjallajökull eine riesige Aschewolke in die Luft gepustet hatte. 95.000 Flüge wurden gestrichen. Überall auf der Welt strandeten Passagiere.
Nun stellt sich heraus: Das umfangreiche Flugverbot war womöglich unnötig. Das zeigen Untersuchungen britischer Luftfahrtexperten (siehe unten).
Immerhin normalisiert sich der Luftverkehr in Deutschland wieder. Nur noch vereinzelt fallen Flüge in Frankfurt oder München aus. Die Deutsche Flugsicherung hatte den Luftverkehr Mitte der Woche wieder geöffnet.
Zum Alltag kann die Luftfahrtbranche dennoch nicht zurückkehren. Airlines klagen über enorme Kosten und Umsatzeinbußen, die durch die Ausfälle entstanden sind. Auch in der Industrie standen Teile der Produktion still, weil der Nachschub ausblieb. Manche Unternehmen drohen damit, den Staat wegen des angeblich zu strikten Flugverbots zu verklagen.
Fest steht: Die Geschehnisse der vergangenen Tage müssen aufgearbeitet werden. War die Luftraumsperrung wirklich nötig? Wie sollte man künftig in solchen Fällen reagieren?
SPIEGEL ONLINE analysiert, welche Lehren Luftfahrtindustrie, Wissenschaftler und Behörden aus der Krise ziehen.
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