Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Wahlkampf: Parteien lassen Plakate im Ausland drucken

Angesichts der Arbeitsmarktlage in der Branche ist der Bundesverband Druck und Medien über einige deutsche Parteien empört. Grund: Die Wahlkämpfer bezogen einen Teil der Plakate aus dem Ausland.

Wahlplakate: Günstiger drucken im Ausland
DPA

Wahlplakate: Günstiger drucken im Ausland

Hamburg - "Vor dem Hintergrund von 30.000 verlorenen Arbeitsplätzen in den letzten fünf Jahren würden wir es begrüßen, wenn die Parteien auch im Inland drucken lassen würden", sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM), Thomas Mayer, dem SPIEGEL.

CDU, FDP und SPD haben demnach einen Teil ihrer Wahlplakate im Ausland günstiger drucken lassen. Linkspartei, Grüne und CSU hingegen setzten nach eigenen Angaben ausschließlich auf Druckereien im Inland. Es geht um Kunststoffplakate, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen und zum Teil aus Italien kommen.

Bei der SPD (Slogan: "Vertrauen in Deutschland"), die für den Bundestagswahlkampf insgesamt 850.000 Papier- und 59.000 Plastikplakate angefordert hat, kommen rund 14.000 Plastikträger aus dem Süden. Die Union (Slogan: "Tag für Tag 1000 Arbeitsplätze weg") teilt mit, es gebe Plakate aus Italien, nennt aber keine Zahlen.

Bei der FDP klebten die Helfer im Ausland hergestellte Plakate nach einem Preisvergleich zwischen in- und ausländischen Anbietern. Als kleine Partei müsse man kostenbewusst sein, heißt es dort. Jedoch sei weniger als die Hälfte der Plakate im Ausland gedruckt worden.

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: