Wall-Street-Rekord Goldman-Sachs-Chef streicht 67,9 Millionen Dollar als Bonus ein

Es ist der höchste Bonus in der Geschichte der Wall Street: Goldman-Sachs-Chef Blankfein streicht eine Prämie von 67,9 Millionen Dollar ein - weil die Investmentbank trotz Kreditkrise unter seiner Führung Rekordgewinne gemacht hat.


New York - Blankfein erhält seine Jahresprämie zusätzlich zu einem Festgehalt von vergleichsweise bescheidenen 600.000 Dollar. Der beeindruckende Stundenlohn des Goldman-Sachs-Chefs beträgt damit insgesamt 18.819 Dollar - vorausgesetzt er arbeitet sieben Tage die Woche mindestens zehn Stunden. Vom Bonus selbst erhält der Spitzenbanker 26,8 Millionen Dollar in bar. Die übrigen 41,1 Millionen Dollar bekommt er als Paket aus später einlösbaren Aktien und Optionen.

Goldman-Sachs-Chef Blankfein: Sein Festgehalt beträgt "nur" 600.000 Dollar
AFP

Goldman-Sachs-Chef Blankfein: Sein Festgehalt beträgt "nur" 600.000 Dollar

Von solchen Prämien können deutsche Top-Manager nur träumen - und selbst für Blankfein bedeutet der diesjährige Bonus einen Aufschlag von mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht aus Unterlagen hervor, die Goldman Sachs Chart zeigen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.

Dass die Investmentbank ihren Chef mitten in der Kreditkrise derart reich beschenkt, verwirrt nur auf den ersten Blick. Denn Goldman Sachs meisterte unter Blankfein die Turbulenzen an den Finanzmärkten weitaus besser als die Konkurrenten und fuhr einen Rekordgewinn ein. Blankfeins Kollegen bei den Wettbewerbern Morgan Stanley Chart zeigen und Bear Stearns Chart zeigenmüssen dagegen in diesem Jahr wegen der Kreditkrise auf ihre Sonderzahlungen verzichten. Zu groß waren die Verluste durch Milliardenabschreibungen.

ase/dpa



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