Wirtschaft


Weltbank-Affäre: "Wolfie und Shaha sind Geschichte"

Für Paul Wolfowitz kommt es derzeit knüppeldicke: Erst verliert er seinen Job an der Spitze der Weltbank - und dann soll ihn auch noch seine Freundin Shaha Ali Riza verlassen haben. Dabei war sie der Auslöser der ganzen Affäre.

New York - Wolfowitz hatte in der vergangenen Woche seinen Rücktritt angekündigt, nachdem der Druck auf ihn zu groß geworden war. Der Weltbank-Präsident stand im Kreuzfeuer der Kritik, weil er seine Freundin Shaha Ali Riza, die ebenfalls in der Weltbank arbeitete, befördert und mit einem üppigen Gehalt ausgestattet hatte.

Shaha Riza: "Sie hat sich über die peinliche Angelegenheit sehr geärgert"
AP

Shaha Riza: "Sie hat sich über die peinliche Angelegenheit sehr geärgert"

Doch für den Chefbanker ging die Rechnung nicht auf. Denn Wolfowitz hat nun nicht nur seinen Job verloren, sondern laut "New York Post" auch seine Freundin. "Sie hat sich über die peinliche Angelegenheit sehr geärgert", zitiert das Blatt einen Insider.

Riza gilt als forsche Feministin, die eine steile diplomatische Karriere vorzuweisen hat. Dass sie nur mit Hilfe eines mächtigen Mannes weiter gekommen sein soll, habe sie sehr gekränkt, schreibt die Zeitung.

Nachdem Wolfowitz, ein enger Vertrauter von US-Präsident George W. Bush und Architekt des Irakkriegs, die Leitung der Weltbank übernommen hatte, erhöhte er zunächst Rizas Gehalt. Dann wurde sie in ein multinationales Investmentprojekt versetzt, und später in die Südamerika-Abteilung der Bank. "Dabei hat sie nie um derartige Unterstützung gebeten", zitiert die "New York Post" ihre Quelle. "Sie mochte ihren alten Job."

Nun könnte Riza jedoch wieder an ihre ursprüngliche Arbeitsstelle zurückkehren. Ein Mitarbeiter der Weltbank sagte dem Zeitungsbericht zufolge, Riza könne in die Weltbank-Zentrale zurückkehren, wenn Wolfowitz sein Amt am 30 Juni offiziell aufgibt.

Die Weltbank und Wolfowitz' persönlicher Assistent wollten sich zu der Angelegenheit nicht äußern. Der Journalist Wayne Madsen, der von Anfang an über die Weltbank-Affäre berichtet hatte, ist sich jedoch sicher: "Wolfie und Shaha sind Geschichte." Dies hätten ihm vertrauenswürdige Quellen versichert.

wal

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