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Weltbank-Studie: Standort Deutschland fällt hinter Mauritius zurück

Der Standort D schwächelt: In einem weltweiten Vergleich der Wirtschaftsfreundlichkeit ziehen sogar Kleinstaaten wie Georgien und Mauritius an der Bundesrepublik vorbei. Grund ist der eklatante Reformstau.

Hamburg/Washington - In Deutschland erlahmt der Reformeifer - mit Folgen für den Wirtschaftsstandort. Laut einer Studie der Weltbank verliert die Bundesrepublik hinsichtlich ihrer Attraktivität bei Unternehmen und Investoren an Boden.

Hamburger Hafen: Deutschland fällt zurück
DPA

Hamburger Hafen: Deutschland fällt zurück

Jedes Jahr vergleicht das Institut die Wirtschaftsfreundlichkeit von Ländern rund um den Globus. In dem Bericht "Doing Business 2009" wird untersucht, wie unternehmerfreundlich und reformfreudig ein Staat ist. Bewertet werden unter anderem bürokratische Hindernisse beim freien Handel und der Existenzgründung, die Flexibilität des Arbeitsmarktes sowie das Steuersystem. Die Daten wurden zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhoben - also noch vor dem Krieg im Kaukasus.

Deutschland sackte dabei um ganze fünf Plätze ab und landet nun hinter Ländern wie Georgien (Rang 15) oder Mauritius (Rang 24) auf Platz 25. Das schlechte Abschneiden liegt nach Angaben der Weltbank vor allem daran, dass die Konkurrenten reformeifriger als die Bundesrepublik waren. Besonders bei den Firmengründungen schneidet Deutschland so schlecht ab wie kaum ein anderes Industrieland.

Ranking Wirtschaftsfreundlichkeit
Rang 2009 Rang 2008 Land
1 1 Singapur
2 2 Neuseeland
3 3 USA
4 4 Hongkong, China
5 5 Dänemark
6 6 Großbritannien
7 7 Irland
8 8 Kanada
9 10 Australien
10 9 Norwegen
Quelle: Doing Business database
Die ersten drei Plätze nehmen Singapur, Neuseeland und die USA ein, gefolgt von Hongkong, Dänemark, Großbritannien, Irland und Kanada. Die größten Fortschritte bei Wirtschaftsreformen hat nach Angaben der Weltbank Aserbaidschan gemacht. Das Land hat im Vergleich zum Vorjahr 64 Plätze gutgemacht und liegt nun auf Rang 33.

Insgesamt schnitten Länder aus Osteuropa und Zentralasien in der Studie überdurchschnittlich gut ab. Die Regionen zeigten sich demnach besonders reformfreudig.

cvk/AP

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